Review

Schade schade: Michael Biehn hat es leider nicht geschafft, sich außerhalb seiner James Cameron-Filme als Darsteller zu etablieren und wirkte in recht viel Müll mit. So auch in dieser Anfang-90er-Actiongülle, die fast mit Chuck Norris oder JCVD besetzt worden wäre. 

Nun spielt also Biehn einen Uhrmacher (!), der nach einem Brainwashing (bzw. mehr ein „Braindrilling“) vergessen hat, dass er eigentlich ein Superagent ist. Man kennt das ja. Seine ehemaligen Auftraggeber haben das aber nicht vergessen und setzen ein Killerkommando auf ihn an. Ein Politikerattentat wird auch noch geplant. Patsy Kensit, gerade mal 22 (!), spielt eine Psychotherapeutin (eine Brille reicht dafür), die zufällig in die Sache reingerät und für eine Sexszene herhalten muss. 

Die Action ist ruppig, da wird schnell mal in unschuldige Passanten reingeballert und statt ausgefeilter Kampfchoreographien schmeißt man einfach die Leute durch die Gegend. Es war eine andere Zeit. 

Mit dem abstrusen SciFi-Ansatz der Gedächtnismanipulation schielte man wohl auf den ein Jahr zuvor erschienenen TOTAL RECALL, aber der spielt nicht nur in einer anderen Liga, sondern ein komplett anderes Spiel. TIMEBOMB ist daher nur etwas für Hardcorenostalgiker, für alle anderen ist er einfach Zeitverschwendung. 

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