Review

Eine Art " Stirb Langsam " im Weltraum, natürlich von wesentlich schlechterer Qualität. Fängt das Ganze noch recht rasant an, aber enden tut es in einem wirklich miesen Finale.

Inhalt:
2064: Die Erde ist verwüstet und die USS Legacy ist eine riesige Raumstation, welche die Erde seit 50 Jahren umkreist und die letzten Überlebenden der Bevölkerung mit sich trägt. Die Stimmung allgemein ist schlecht, wird aber noch schlimmer als der Schwerverbrecher Trevor Durbin befreit wird. Er und seine Gang nehmen die Raumstation in ihre Gewalt. Allein der strafversetzte und wilde Callum Brody kann ihn jetzt noch aufhalten.

Klingt wie eine Stirb Langsam Kopie, aber es wäre schön wenn es eine wäre. Am Anfang hält man sich an das bewährte Rezept und der Film beginnt auch recht rasant. Es gibt einige blutige Shootouts und ein paar brauchbare Keilereien. Trotzdem für FSK 18 etwas schwach auf der Brust. Aber wer hier jetzt ein richtiges Actionfinale, oder ein krachendes Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten wartet ist schiefgewickelt. Der Schluss macht den Film kaputt, denn der ist an Langeweile und Schwachsinnigkeit kaum noch zu überbieten. Ich frag mich was der Drehbuchautor da geraucht hat. Hätte er zum Schluss nochmal richtig krachende Action geboten, wäre das Gesamtergebnis gar nicht mal übel ausgefallen, aber so bleibt es unterste Schiene. Stattdessen schweben unsere Helden im Finale in einem Raumgleiter rum, müssen ein paar Explosionen ausweichen, ja und der Bösewicht terminiert sicht eigentlich durch seine eigene Dummheit, wie blöd und langweilig. Die Dialoge sind zum Teil unlogisch und man hätte einige kürzen oder weglassen können, das hätte dem film zumindest noch etwas mehr Rasanz verliehen.

Die Kulisse ist leider sehr billig geraten, man sieht das der Ausblick zur Erde am Computer gemacht worden ist und das komplette Raumschiff auch. Wobei es innen drin wieder besser aussieht, da wurde anscheinend in einer Fabrik gedreht und es kann wieder etwas Actionatmosphäre aufkommen. Während das Leichenhaus mit den eingefrorenen Leichen wieder absolute B-Klasse ist. Die Musikuntermalung ist zum Teil kräftig und passt gut zur Action, aber viel zu eintönig. Immer die selben 3 - 4 Sounds, das wars.

Colin Cunningham ist als Held recht überzeugend, aber etwas farblos, in den Actioneinlagen schlägt er sich recht wacker. Matt Frewer spielt den fiesen Curbin ziemlich gut. C. Thomas Howell hat auch schon bessere Zeiten gesehen und nervt hier ein bisschen mit dummen Dialogen und seinem ganzen Aussehen. Die Darsteller liegen alle im Mittelfeld, kann man lassen.

Fazit:
Nerviges Möchtegern Strib Langsam Plagiat im Weltraum. Brauchbare Action, beschissenes Finale. Etwas billige Kulisse, eintönige Musikuntermalung, aber mit recht überzeugenden Darstellern.

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