Die Einführung in den Wald des Grauens ist mit normalen Sehgewohnheiten kaum noch nachzuvollziehen. Da tappt Papi in eine Bärenfalle und der Sohn wartet, bis das nach Tagen endlich tote, menschliche Fleisch zum Essen serviert daliegt. Trashig geht es los und auch weiter, die Story und die Inszenierung sind holperig, wo es nur geht. In dieser ländlichen Gegend jedenfalls verschwinden diverse Kinder auf ungeklärte Weise, wer 1+1 zusammenzählen kann, kommt blitzschnell auf die Pointe dieses C-Movies, die einzig und allein darauf baut, mit dem Thema der kleinen Menschenfresser Spektakuläres zu bieten. Doch das Ergebnis sieht anders aus, zumal die Story mit einer öden Stunde weitergeht. Ein Science-Fiction-Autor reist mit seiner Familie ebenfalls dorthin, wo mittlerweile schon 12 Kinder abhanden kamen. Seltsame Gerüchte von einer Sekte machen die Runde beim ruralen Volk mit seinen predigenden Wortführern. Was die Locals haben schleifen lassen, gehen nun unser John DeWolfe und der örtliche Sheriff an, wenn auch etwas unkonventionell und letzterer vor allem missmutig allem gegenüber. Nach und nach bekommt der Zuschauer somit einen Einblick in das Treiben der Minderjährigen im Wald, angeführt von einem Teenager, der die Kleinen zur Blutgeilheit erzieht. Hat man sich erstmal durch die erste, träge Stunde durchgebissen, entpuppt sich dieses "Kinder Des Zorns" Rip-Of als halbwegs guter Horror, der in seiner schleppenden Geschichte mit der uninteressanten Aufklärungsarbeit endlich auch eine Wikingersaga mitsamt Kannibalismus herausschält. Dröge und stellenweise unfreiwillig komisch durch die Unausgegorenheit in allen technischen Belangen bleibt es allerdings bis zum Schluß, lediglich die Goreszenen, seien die ebenfalls auch noch so mies gemacht, können thematisch überraschen. Menschen mordend und fressend gibt es reihenweise mies ausgeführte Tötungsakte der Kinder und dazu noch einige erstaunlich gute Ansichten ihrer blutigen Speisekammer zu beäugen. Die Zensoren der Welt tun sich für gewöhnlich schwer mit mordenden Kindern sowie Kindermorden, von beiden gibt es hier eine ganze Reihe. Ansonsten bleibt dieser Trashfilm reichlich belanglos und kann höchstens als Backprogramm für blutgeile Horrorfans herhalten, denen schon lange egal ist, um was es in der dünnen Handlung eigentlich geht. Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass es sich nicht um eine (beabsichtigte) Komödie handelt, obwohl dieser Low Budget Streifen aus dem Hause Troma kommt.
Fazit: Kein Wunder, dass Mick Cribben, den einige vielleicht als Schauspieler aus "Nightmare in a Damaged Brain" kennen, nie wieder Regie führte. 3/10 Punkten