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In einer kleinen, scheinbar stark inzestuös geprägten amerikanischen Vorstadt verschwinden zunehmend Kinder, was die Eltern zwar mehr oder weniger mitnimmt, aber sie dennoch nicht wirklich verrückst spielen lässt. Da keiner weiß, was da abgeht wird ein Schriftsteller, der dubiose Bücher über UFOs usw herausgebracht hat, und ein Freund des örtlichen Sheriffs, dessen Kinder auch verschwunden sind, ist, zu Hilfe gerufen, der hinter dieser Tatsache etwas übernatürliches vermutet. Doch weit gefehlt! Die Kinder gehören einer Art Sekte, die von dem Jungen, der am Anfang seinen Vater entweidete und die Gedärme fraß, angeführt wird, an, deren Hauptzeitvertreib darin besteht, Erwachsene umzubringen, und andere Kinder für ihr kleines Grüppchen zu gruppieren. Der Autor kommt dem Treiben auf die Spur, und möchte die Kinder resozialisieren, doch irgend ein bibelbesessener Bauer hat schon einen wütenden Mob um sich geschart, ihnen gesagt, dass die Kinder Dämonen sind und also machen sich alle schnurstracks auf den Weg zu dem Kinderdorf und killen alle Blagen.

Dieser Film, der in einer alten Gory News eine relativ gute Bewertung bekommen hat, und im Intro von Lloyd Kaufman hoch gelobt, und als ziemlicher Video-Nasty deklariert wird, ist an sich ziemlich schlecht. Lloyd Kaufman, der beliebte und an sich relativ sympathische Leiter von Troma, spricht zwar von einem schwer verdaulichen Produkt, aber dass der gute Mann eine gestörte Wahrnehmung bezüglich der Filme, die er veröffentlicht hat, hat, dürfte ja weitestgehend bekannt sein.

Die Handlung verspricht zwar Trash und einen minimalen Unterhaltungswert, der daraus hervorgeht, aber die miese Inszenierung und die Längen versauen so ziemlich alles. Der Film zieht sich wie ein altes Kaugummi, und wenn man dann nach 50 Minuten gemerkt hat, dass sehr wahrscheinlich bis zum Ende nichts wirklich passieren wird (wenn man es hier mit einer Produktion ala Rabid Grannies oder Redneck Zombies, die trotz geschichtlicher Mängel und niedrigem Budget Splatter und Fun boten zu tun hätte, würde das Splattern viel früher anfangen), wartet man eigentlich nur darauf, dass das Teil aus ist, was dann auch relativ schnell passiert. Der Film ist von seiner Inszenierung, seinen Darstellern, seinen extrem blassen Charakteren, denen man eigentlich den Tod regelrecht wünscht, seinen sprälich vorhandenen, unspektakulären Splatterszenen und seinem öden amerikansichen Vorstadt-Feeling her eigentlich identisch mit der Obergurke "Flesh Eating Mothers", wobei man hier noch eine einigermaßen neue Geschichte erzählt, obwohl sie mehr oder weniger von Kinder des Zorns geklaut ist. Die Grundidee ist aber eigentlich nicht schlecht, und wenn irgendein anderer Mensch, der vielleicht in geringen Ansätzen Talent hätte, den Film ersonnen hätte, hätte man echt was draus machen können, da fand ich den billigen, aber aufgrund seiner Splatterszenen unterhaltsamen Redneck Zombies hunder Mal besser!

Der Film wird oft als Splattergranate beworben, wahrscheinlich weil Kinder darin Mörder und Ermordete sind, was aber auch totaler Unfug ist! Es gibt einige Splatterszenen, diese kann man aber (abgesehen vom Massaker am Ende) an einer Hand abzählen. Plus die Effekte sind total billig, was jetzt nicht finanziell, sondern handwerklich zu verstehen ist: man hat sich halt keine Mühe gegeben. Man sieht haargenau wie die Effekte zusammengeschustert wurden, und das ist für diese Zeit, in der es ja schon HAUFENWEISE Effektfilme gab, eine Frechheit. Sehr lustig ist dann am Ende die Stelle, in der die ganzen Farmer kommen, und die Kinder abmetzeln, die Szenen machen dann noch ein wenig Spaß, retten den Film aber auch nicht, da die Effekte hier wohl am schlechtesten sind. Die Kinder bewegen sich noch trotz Loch im Kopf, es gibt eine Erstechung mit einer Machete, bei der man ganz klar sieht, dass die Frau am Kind vorbeisticht (wie kann man als Macher so dumm sein, und denken dass das nicht auffällt???) und natürlich klatscht man ein wenig mit roter Farbe herum. Trotzdem alles andere als gelungen, doch immernoch gelungener als der Rest.

Fazit: Handlung, Cover und manche Aussagen versprechen einen tromaesquen Trash Klassiker, man bekommt aber eigentlich nur Langeweile, welche selbst unter niederm Mittelmaß herumplätschert. Dagegen sieht "Hexenhaus - Blut für die Zombies" wie Braindead aus, will keiner und braucht keiner. Troma haben zwar sehr gute Sachen herausgebracht, waren aber auch sehr schamlos darin totalen Müll herauszubringen, und dieser Film gehört zur letzteren Sparte.

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