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Ein krudes kleines Filmchen ist das, nicht ohne Charme und einen gewissen Unterhaltungswert. Gott und Teufel sitzen in einem Zug ins Ungewisse und bewerten die Taten der Menschen, um hinterher zu entscheiden, wer sich nun die Seelchen sichern darf. Dazwischen diskutieren sie ganz munter über das Verhältnis von Gut und Böse, und ob man's glaubt oder nicht: Durch die klassischen Gemeinplätze schimmert da und dort tatsächlich so etwas wie eine geistreiche Auseinandersetzung mit dem Thema.
Die drei Fälle, die man zu sehen bekommt, sind sehr unterschiedlich geraten, etwas wirr allesamt, aber nicht ohne Witz erzählt. Richtig zu unterhalten vermag nur der erste Fall, und auch das nur, weil hier ordentlich in Filmblut investiert wurde. Die beiden anderen Episoden sind vom trash-faktor her gelungen (die Knetmännchen zum Beispiel sind schon spitze), ansonsten aber etwas dröge.
Was dem Film dennoch einen Unterhaltungswert verleiht, ist der höchst trashige Gesamteindruck, der nicht zuletzt durch diese unsäglich alberne 80er-Poprock-Kapelle erzeugt wird, die sich im selben Zug befindet wie Gott und Teufel und immer und immer wieder dasselbe Lied zum besten gibt. Dabei hopsen die Jungs und Mädels in Klamotten, die sie wohl aus Nenas alter Kleiderkiste geklaut haben, in bester 80er-Jahre-Manier durch die Gegend und trällern "dance with me, dance with me!". Vielleicht eine filmische Umsetzung des Fegefeuers... Ein Gaumenschmaus jedenfalls für den Trash-Fan.
Insgesamt ein Film, der keinem weh tut (es sei denn, man besitzt einen empfindlichen Magen), den man aber auch nicht unbedingt gesehen haben muss.

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