Gott und Satan fahren in einem Zug, derweil unterhalten sie sich über strittige Fälle von Ableben unter den Menschen. An dreien dieser Schicksale kann der Zuschauer in Form von Kurzgeschichten teilhaben: 1. Der nach einem Autounfall in einem Sanatorium eingelieferte Harry wird von Dr. Fargo zum "willenlosen Werkzeug des Terrors" gemacht. Er entführt, foltert und zerstückelt Frauen, die Einzelteile werden dann in alle Welt verkauft (wofür auch immer). Ganz schön blutig geht es in dieser Klinikgeschichte zu und oftmals nackig obendrein, in der Mad Scientistanleihen mitsamt trashiger 50er Jahre Atmosphäre und überzeichneten Darstellern importiert werden. 2. Musikstudentin Greta gibt sich dem reichen Youngmeyer hin. Der macht sie zu einem Pornostar bis sie den jungen Glenn trifft. Allesamt treffen sich in einem ominösen Club, wo todessehnsüchtige Verrückte Spiele um ihr Leben inszenieren. Das russische Roulette reicht von supertrashig mit einer tansanischen Mörderfliege (Vincent Price würde Tränen lachen), bis hin zu Pendelapparaturen, die E.A. Poes Herz höher schlagen lassen würden. Bis dahin ist einiges überraschend, vor allem die Ideen und die Umsetzung scheinen bei Autor und Regisseur durch eine nicht unbeachtliche Menge psychoaktiver Substanzen entstanden zu sein. Die dritte Geschichte driftet dann in übernatürliche Gefilde ab und hält den Standard leider nicht. Zwar gibt es dort das trashigste aller Monster zu sehen (lange nicht mehr so was schlecht geknetetes gesehen), doch der Witz fehlt. Recht durchgeknallt passt wohl am besten als Beschreibung dieser Kurzweil, die eine schwache und zwei gute Kurzgeschichten in eine Rahmenhandlung einfügt, die jeder Beschreibung spottet. Was außer den beiden Göttern noch die billige 80er Jahre Pop-Rock-Kapelle in dem Zug verloren hat, ist z.B. unklar. Trotz des Blödsinns an allen Ecken und Kanten birgt die miese Aufmachung zwei kleine Trashperlen, die Genrefans aufgrund der unorthodoxen Art amüsieren könnten.
Fazit: Sicherlich gibt es besseres zwischen den Billigheimern, doch zwei der drei Episoden sorgen für erstaunlich gute, wenn auch etwas unverständliche Trashunterhaltung. 5/10 Punkten