Der 15jährige William Miller (Patrick Fugit) bekommt die Chance, die aufstrebende Band Stillwater auf ihrer 1973er-Almost-Famous-Tour zu begleiten & für das Rolling-Stone-Magazin eine Reportage drüber zu schreiben.
Sex, Drugs, Rock 'n' Roll. Rockstars, Fans, Groupies Band-Aids. Cameron Crowes autobiografisch gefärbter (Musik-)Film ist ein Road-Movie mit vielen Höhen & einigen Tiefen, mal unbeschwert & euphorisch, mal melancholisch & (fast tod-)traurig. Die verlebte Zeit ist aufregend & trotz so mancher Enttäuschung überwiegen am Ende die positiven Erfahrungen, die schönen Stunden, die magischen Momente, nicht nur für die Figuren, sondern auch für das Publikum. Jetzt, nachdem der Film Zeit zum Sacken hatte, finde ich ihn (noch) besser als während des Anschauens & bekomme schon eine Gänsehaut, wenn ich bloß an bestimmte Szenen denke.
Die Leidenschaft der Macher ist spürbar, die Musik Schrägstrich der Soundtrack ist top, die 70er-Atmo ist genial, die (handgeschriebenen) Credits im Vorspann sind charmant, Kate Hudson (als Penny Lane), die u. a. Christina Ricci & Kirsten Dunst ausgestochen hat, ist zum Verlieben & die Cast (Billy Crudup, Frances McDormand, Zooey Deschanel, Anna Paquin, Fairuza Balk, Philip Seymour Hoffman...) ist top. Ein großartiger Film. Und wie köstlich ist bitte schön der Jagger-Gag? "Wenn ihr glaubt, Mick Jagger würde mit 50 noch rumzappeln & einen auf Rockstar machen, irrt ihr euch leider, leider gewaltig." Tja, auch Managern können krasse Fehleinschätzungen passieren.