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Wer aufgrund des Nachnamens von Regisseurs Christopher Coppola auf einen genialen Film hofft, kann gleich daheim bleiben, der Typ ist weder mit der kreativen Familie um Francis Ford und Sofia verwandt, noch beweist er mit seinem „Bloodhead“ irgendeine Spur von erkennbarem Talent.
Ein leicht trashiger Horrorfilm, der die meiste Zeit keiner ist.

Zwei ungleiche Brüder treffen irgendwo in einem Kaff in der Einöde aufeinander, um das Erbe der fast gänzlich unbekannten Mutter anzutreten. Von ihrer jeweiligen Existenz wussten sie bis dato nichts und wollen sich gegenseitig das Erbe – Haus und Land – streitig machen.
Die Dorfbewohner sind alle etwas vogelig und führen etwas im Schilde…

Knapp 40 Minuten muss man den Brüdern – Donald (der Schwarze) und Doug (der Weiße) – zusehen, wie sie es bis zum Ort in der Wüste schaffen, sich bis zum Notar durchfragen und die Dorfschabracke kennen lernen. Nichts mit Tempo und noch nicht einmal ein böses Vorzeichen, keine grummelige Musik und kein „Gehen sie, bevor es zu spät ist“.
Die einzige Horrorszene findet sich bei einem Film-im-Film, als Doug mit der Dorftruse im Autokino ist und beim Film „Texas Vampire Massacre“ (jau, ist klar…) ein Freak eine Babyhand im Mund hat.

Kurz darauf taucht das Monster auf.
Ohne Vorankündigung muss der Zuschauer einen Statisten erdulden, dem etwas Latex übergequaddelt wurde. Grölt kurz rum und lädt zum Schmunzeln ein. Wie eine aufrecht gehende Riesenechse in glänzendem Rot und hellgrün leuchtenden Augen. Die 50er aus Japan sind zurück…

Dann geschieht erstmal wieder nichts, außer Streitigkeiten unter den Brüdern, ihre wenig erbaulichen Unterhaltungen mit dem Jungen Jackson, der mit seinem toten Opa spricht, bis die tote Mutti per CGI aus dem Kamin wie Hexe Schrumeldei auftaucht und ein Machtwort spricht.
Die beiden sollen sich doch endlich vertragen, denn nur gemeinsam könnten sie gegen den Dämon siegen.
Sein Ursprung: Mutti fand mal eine goldene Muschel, das Tor zum Gold. Hier gab´s n Wächter = Dämon = Bloodhead.
Die Dorfbewohner stehen voll hinter ihrem Blutkopp und feuern ihn an, wenn dieser beim Showdown in einem Schacht gegen die vereinten Brüder antritt.

Nun denn.
Das über 100minütige Geschehen ist aber nie spannend und in keiner Weise atmosphärisch. Die Musik ist teilweise nicht übel (Vorspann) und der Kerl, der den Schwarzen spielt, macht das sogar ganz ordentlich, zudem ist seine Synchro schwer in Ordnung und bringt ein paar nette One-Liner.
Den Rest kann man abhaken: Dämliche und unlogische Handlung, furchtbar lang gezogen, ziemlich blutarm (nur zweimal Kopfabbeißen) und insgesamt nur zu ertragen, wenn man das Ganze nebenher sieht. Hören reicht die meiste Zeit…
3 von 10 Punkten

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