Gegen AIDS sind die vergnügungssüchtigen Thailand-Urlauber Kong (Elvis Tsui Kam-Kong), Nam (Bobby Au-Yeung Tsan-Wah), Kent (Ng Shui-Ting) und Bon (Chan Kwok-Bong) gewappnet, wie ihre gewaltigen Kondomvorräte beweisen. Den schwarzmagischen Aktivitäten, die alsbald auf sie einprasseln, sind die vier Männer jedoch hilflos ausgeliefert. Dabei sind sie mehr oder weniger unschuldig in die garstige Suppe geschlittert, die sie jetzt auslöffeln müssen. Während des feuchtfröhlichen Urlaubs haben sie nach einem mißglückten Bordellbesuch nämlich die Bekanntschaft des mächtigen Magiers Laimi (Ben Ng Ngai-Cheung) gemacht, dessen einsame Schwester Shui Mei (Chin Gwan) sich in den feschen Bon verliebt, der allerdings kurz vor der Hochzeit mit der attraktiven, zu Hause auf ihn wartenden Friseurin May (Ellen Chan Nga-Lun) steht.
Um Bon rumzukriegen bittet Shui Mei ihren Bruder, mit einem Liebeszauber etwas nachzuhelfen, was leider gründlich danebengeht, da anstelle von Bon seine drei Freunde unter den Einfluß des Zaubers geraten und mit der ebenfalls verhexten Shui Mei eine heiße Nacht verbringen. Am folgenden Morgen gibt es erst ein böses Erwachen, dann ein kleines Handgemenge, und danach schließlich eine Tote (= Shui Mei). Die überstürzte Flucht zurück nach Hongkong gelingt zwar, doch einige Wochen später beginnt Laimi damit, erbarmungslos Rache zu üben. Und gegen seine schwarzmagischen Zauber scheint kein Kraut gewachsen. Einer nach dem anderen segnet auf gräßliche Weise das Zeitliche. Wer soll den sadistischen Hexer stoppen, der selbst vor der armen May nicht haltmacht, mit der Absicht, sie für den Rest ihres Lebens als Sexsklavin zu halten?
Im Hongkong-Horrorkino der 1970er- und 1980er-Jahre waren Filme, in denen es um schwarze Magie, Flüche, Hexerei und dergleichen ging, recht beliebt. Man denke nur an berüchtigte Streifen wie Jiang tou (Black Magic aka Das Omen des Bösen, 1975), Gou hun jiang tou (Black Magic, Part II, 1976), Xie (Hex, 1980), Mo (The Boxer's Omen, 1983) oder Zhong gui (Seeding of a Ghost, 1983). Was lag also näher, als während des lukrativen Category III-Booms in den Neunzigern diese populäre Thematik aufzuwärmen und mit den typischen CAT III-Zutaten wie Sex, Gewalt, Blutrunst und Niedertracht zu vermengen? Das dachte sich wohl auch Cash Chin Man-Kei (Sex & Zen II, Naked Poison), als er Mitte der 1990er The Eternal Evil of Asia schrieb und inszenierte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist ein kleiner Leckerbissen für Freunde des etwas andersgearteten Films.
The Eternal Evil of Asia ist eine wüste, nicht immer geschmackssichere Melange aus allerlei erfolgsversprechenden Ingredienzien, die Cash Chin Man-Kei gut gelaunt zu einem schmackhaft-würzigen Cocktail mit exotisch-säuerlichem Abgang mixte, welcher unbedarften Gemütern mit ziemlicher Sicherheit schwer im Magen liegen dürfte. Es ist vor allem der sich immer mal wieder in den Vordergrund drängende Humor Hongkong'scher Prägung, der für so manchen absurden, verständnislosen WTF-Moment sorgt. In einer total beknackten Sequenz wird etwa der vorlaute Kong von Laimi bestraft, indem er ihn in einen "Dickhead" verwandelt. Sein Kopf ähnelt nun einer prallen Eichel, was Anlaß für weiteres, albernes Herumgehampel ist. Später wird die Schwester eines Mannes vor dessen Augen vergewaltigt, und was sagt er zum Rapist? "Why don't you wear condom?"
Dem gegenüber stehen dann heftige Todesszenen, in denen es g'schmackig zur Sache geht. Einer der Männer halluziniert, daß ihn seine verstorbenen Eltern heimsuchen. Mit einem Hackebeil drischt er wie irre auf die vermeintlichen Zombies ein, nicht ahnend, daß er in Wahrheit die Menschen um sich herum attackiert. Ein anderen wird mit Heißhunger behext, sodaß er alles verschlingt, was ihm zwischen die Zähne kommt. Selbst vor seiner eigenen Hand macht er nicht Halt. Und auch in Sachen Sex wird einiges geboten, was man so noch nicht gesehen hat. So wird eine Frau ausgiebig vergewaltigt... von einem Unsichtbaren! Die Einstellungen, in denen er ihre Brüste begrapscht, wurden gar nicht mal so schlecht getrickst. Den Vogel schießt aber die (lange) Szene ab, in der sie zu einem Blowjob genötigt wird. Die Schauspielerin zieht da alle Register, um den unsichtbaren Schwengel zu verwöhnen!
Man kann The Eternal Evil of Asia vieles vorwerfen, aber bestimmt nicht, daß er langweilig wäre. Das Tempo ist sehr hoch, es ist immer was los, und der Regisseur weiß den groben Unfug sehr kurzweilig und unterhaltsam aufzubereiten, auch wenn das phasenweise hektische Geschehen (irre Kamerafahrten, schneller Schnitt, chaotische Set-Pieces) mitunter ziemlich anstrengend ist. Dank des Fantasy-Elements, des comichaften Untertons und der ausgelassenen Humoreinschübe ist der krude Streifen niemals so unangenehm zynisch wie andere, bekanntere CAT III-Movies (wie z. B. The Untold Story, Daughter of Darkness oder Red to Kill), vermutlich auch deshalb, weil man ihn nicht wirklich ernst nehmen kann. Das stellt schon die augenzwinkernde Eröffnungsszene klar, welche den richtigen Umgang mit Geistern thematisiert. Und daran ändern auch das furiose Finale ("I want to screw you to death!") sowie die fiese Schlußpointe nichts.