Der knallharte Cop Joe Huff, bester Polizist des Staates Alabama, wird undercover in eine Hardcore-Rockergang „die Bruderschaft“ eingeschleust, die jede Menge schlimme Sachen macht (Drogenhandel, Schutzgelderpressung, auch einige Morde gehen schon auf ihr Konto). Es stellt sich heraus, dass die Rocker aber anscheinend noch etwas Größeres planen. Joe Huff bekommt den Auftrag, Beweismaterial gegen die Rocker, besonders ihren Anführer Chains Cooper zu sammeln und weiteres Unheil abzuwenden.
Ja unser Held mit dem kurz-knackigen Namen Joe Huff ist schon ein harter Einzelgänger Cop, auch wenn er die häßlichste blondierte Vokuhila Matte seit Erfindung des Christopher Street Days sein Eigen nennt. Stone Cold sollte für Ex-Sportskanone Brian Bosworth das Sprungbrett zur Actionkarriere werden, was allerdings mit wenig Erfolg gekrönt wurde.
Das uns Joe ein harte Hund ist darf er zunächst an drei semiintelligenten Ladendieben beweisen, wobei ich mich langsam frage wie oft ich diese Situation zur Etablierung des Helden mittlerweile schon gesehen habe. Aber auch sonst geht der Film im Wesentlichen die gängigen Klischees des Genres durch, was aber eigentlich gar nichts schlechtes ist, denn im Grunde will man doch nur sehen wie sich harte Kerle die Gesichtssilhouette deformieren. Die Frage ist dabei eigentlich ja nur wie oft und wie dolle.
Hier begibt man sich in die raue Welt der Biker, die abseits jedes Gesetzes ihre Geschäfte betreiben. Aber anstatt wie üblich sich lang und mühsam die Hierarchie nach oben zu arbeiten, geht hier der Undercover Einsatz doch zu leicht von statten. Man arbeitet brav die Routine bestehend aus infiltrieren, aufsteigen und verraten ab, da fragt man sich fast warum die Cops in den Staaten so Riesenprobleme mit den der Realität entsprechenden Gegenstücken Hells Angels oder Bandidos haben.
Als Background ist dieses Szenario aber durchaus gelungen und auch sonst tut Stone Cold kaum etwas, was man als langweilig bezeichnen kann. Bis auf eine lange Bike-Verfolgung und dem tollen Showdown im Gerichtsgebäude wird zwar nicht die ganz fulminante Action in den Tank gepackt, aber kleinere Kloppereien halten die Laune oben und auch die Charaktere sind recht gut geworden, eindimensional zwar, aber dennoch gut. Es hilft natürlich wenn man in den Reihen des Bösen echte Profis wie Lance Henriksen oder William Forsythe in den Harley-Sattel schickt. Lediglich die Nazisymbolik mit Hakenkreuzfahne und SS-Patches wirkt da etwas deplatziert. Ansonsten bietet der Film aber die solide, handwerkliche Action die man erwartet, aber oft nicht bekommt. Da kann der Fan der rohen Unterhaltung durchaus zugreifen.
7/10