Review

Das Remake zu Hitchcocks Klassiker „Fenster zum Hof“ hat natürlich bei weitem nicht die Klasse des Vorgängers,kann aber mit spannenden Momenten überraschen.

Architekt Jason ist seit einem schweren Autounfall an den Rollstuhl gefesselt und kann nur noch seinen Kopf bewegen.Seine Wohnung ist hochtechnisch auf dem neusten Stand ausgestattet.Gerne beobachtet er das Treiben im gegenüberliegenden Haus,lässt sich hierfür sogar eine Kamera aufstellen.Eines Nachts nimmt er Geräusche wahr,die auf einen Mord hindeuten…

Christopher Reeve,der seit 1995 auch im wahren Leben an den Rollstuhl gefesselt war,liefert in diesem Streifen seine letzte Rolle ab und macht seine Sache enorm gut.Man muß bedenken,dass sich sein ganzes Ausdrucksvermögen auf seine Augen ,seine Mimik beschränkt,was dadurch noch wesentlich anspruchsvoller zu meistern ist.
In diesem Remake ist alles moderner.Was bei James Stewart noch das gute alte Fernrohr war,ist hier High-Tech vom Feinsten,Sprachbefehle an den Computer und Internet eingeschlossen.Selbst im Nachbarhaus wohnt jetzt ein schwules Pärchen-wäre bei Hitchcock undenkbar gewesen.
Leider geht durch diesen ganzen technischen Kram auch jeglicher Charme verloren,obgleich die Variante eines fast wehrlosen,ertappten Mordzeugen seinen Reiz hat und für Nervenkitzel sorgt.

Leider braucht der Streifen etwas um zum Punkt zu kommen,es wird etwas zu lange an der unwichtigen Vorgeschichte festgehalten.Spannende Situationen sind aber durchaus gegeben und wenn ich mir vorstelle,Hitchocks Version würde es nicht geben,ist dieser Film eigenständig betrachtet gar nicht mal so schlecht.
6 von 10 Punkten

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