Review

Vier Räder für ein teuflisches Hallelujah

"The Car" lässt eine Kleinstadt im mittleren Westen der USA vor einem scheinbar unbemannten Auto zittern, dass sich seinen Weg durch die Stadt und deren Bewohner bahnt... James Brolin nimmt hier den Kampf gegen einen unaufhaltsamen Lincoln Continental mit getönten Scheiben auf - und das Ding hat mächtig was unter der Haube! Als ob der Teufel persönlich in Metall gegossen wurde, ohne Fahrer, ohne Bremse, ohne Türklinken und ohne Erbarmen. Dieses dämonische Geschoss hat sich seinen Platz zwischen Christine und dem Truck aus Spielbergs "Duel" redlich verdient...

Eigentlich thematisch ein waschechter B-Movie, spielt "The Car" seinen rostbraunen Stiefel runter, ohne nur eine Miene zu verziehen. Selbstbewusst, böse, simpel. Und höllisch effektiv. Genau so mag ich das. Vielleicht nicht ganz so stylisch und kreativ wie seine zum Teil oben genannten Verwandten, aber dadurch keinen Deut schlechter. "The Car" kennt kein Augenzwinkern und keinen Humor. Und das bei einem durchaus übernatürlich gefärbten Thema und etlichen Szenen, die (unfreiwillig) komisch wirken könnten. Tun sie aber so gut wie nie. Und wenn man diesen Geisterfahrer im Dunkeln von weitem aufblitzen sieht, oder auch am helllichten Tag, dann weiß man, was die Stunde geschlagen hat. Der kurze und (sicher nicht ganz) schmerzlose Racheangriff auf eine der Hauptfiguren bei Nacht, ist sogar so brillant und stark und überraschend, dass ich nicht wusste, ob ich zurückspulen oder erstmal tief durchatmen soll.

Fazit: Christines düsterer Onkel?! "The Car" ist einer der feinsten und dreckigsten Killerautofilme da draußen. Staubig und stark! 

Details
Ähnliche Filme