Review

!!!Vorsicht, leichte Spoiler enthalten!!!

Was ich nach den Trailern von Sahara halten sollte war mir noch nicht so ganz klar.
Das er nie auch nur Ansatzweise die Chance gegen Indy hat war ohnehin klar.
Ob er mit dem durchaus guten Tempelritter mithalten kann war auch zu bezweifeln.

Was letztendlich blieb war ein durchweg solides und lustiges Actionabenteuer von Regie Neuling Breck Eisner.

Doch erstmal langsam von vorne.

Bis kurz vor dem Film war mir nicht bewusst das es Romane mit der Figur des Dirk Pitt (irgendwie bescheuerter Name) überhaupt gibt.
Somit ist es mir leider nicht möglich Vergleiche zur Romanvorlage zu ziehen.
Bin aber der Überzeugung das sie recht zutreffen wird.

Die Story bietet für ein solches Abenteuer einen tollen Hintergrund und im Prinzip auch leichtes Spiel für den Drehbuchschreiber.
Die Story wurde bis zu der Aufdeckung mit der Fabrik und der dazugehörigen Geschichte mit dem vergifteten Wasser auch bestens umgesetzt.
Was aber eben dieser genannte Storywechsel bezwecken sollte frag ich mich immer noch.
Für mich völlig fehl am Platz und total unverständlich.
Allein mit dem angesprochenen Problem der Wasserverschmutzung durch giftige Abfälle scheint sich der Film ernster zunehmen als er sein sollte.

Hätte man diese beiden Punkt ausgelassen, hätte es dem Film sicherlich positiver ausklingen lassen.
Ansonsten ist die Story wie gesagt bestens umgesetzt, wenn auch teils recht flach, was für so einen Film aber nicht wirklich störend ist.
Insgesamt gesehen ziemlich lustig (besonders Steve Zahn) mit gut platzierter Action die durchaus überzeugen kann.

Genial rüber kommt aber die Stellenweise beeindruckende Optik.
Sensationelle Kameraeinstellungen die einen ziemlich positiven Eindruck hinterlassen.
Auch ansonsten war der Kameramann durchweg überzeugend und liefert uns tolle Bilder.

Die Darsteller sind solide bis gut, aber mehr auch nicht, wobei niemand schlecht auffällt.
Matthew McConaughy wird zwar kein neuer Indy macht aber eine ganz gute Figur.
Man nimmt ihm die Rolle des Abenteurers ohne Zweifel ab.
Mit Steve Zahn gesellt sich ein lustiger Kumpane hinzu der zum Glück nicht zum absoluten Volltrottel degradiert wird, aber halt der Spaßvogel ist.
Die Anzahl der Witze nimmt keine Überhand und sind diese meist auch ganz lustig.
Penélope Cruz spielt solide und ist wie eh und je, besonders mit ihrem Akzent, ziemlich sexy.

Breck Eisner hat gut inszeniert, konnte aber die Drehbuschschwächen nicht übergehen.
Zusammen mit seinem Kameramann hat er wunderbare Bilder und tolle Sets eingefangen.
Das richtige Feeling jedenfalls war schon mal vorhanden, welches an gute alte Indy Zeiten denken ließ.
Was aber dann gefehlt hat, war eben diese Schatzsuche die den Film nach den Trailern ausgemacht hat.
Insgesamt durchweg solide, wenn auch einiges mehr drin gewesen wäre.
Besonders positiv zu erwähnen bleibt noch die ziemlich geringe Anzahl an Effekten.
Schön das sich Hollywood langsam wieder davon abwendet.


Fazit:

Vernünftige Story für eine schicke Schatzsuche die aber einige schwächen, besonders in der Auflösung, offenbart.
Die Optik ist toll und die Darsteller solide bis gut.
Mehr Schatzsuche wäre wünschenswert gewesen.
Ein neuer Indy ist’s natürlich nicht, aber mehr Abenteuer von Dirk Pitt als zwischenzeitliche Lückenfüller sind immer wieder gern Willkommen.


Fazit 6,5 / 10

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