Ein weiterer Versuch " Indiana Jones " zu kopieren, aber ein gar nicht übler. " Sahara - Abenteuer in der Wüste " stammt von dem Roman des berühmten US Autors Clive Cussler, welcher den berühmten Helden Dirk Pitt 1973 erfand. Der damalige Roman hieß " Operation Sahara " und eigentlich wollte man Hugh Jackman für die Hauptrolle. Doch da sich der Dreh verschob, war Jackman nicht mehr entbehrlich, also nahm man die zweite Wahl, welche ganz klar auf McConaughey fiel. Regisseur Breck Eisner durfte endlich mal einen höher budgetierten Film machen, anstatt immer nur Serien zu drehen.
Story:
Abenteurer Dirk Pitt ( Matthew McConaughey ) und sein bester Kumpel Al ( Steve Zahn ) suchen ein im Bürgerkrieg verschollenes Panzerboot in der Sahara. Bald treffen sie auf die Ärztin Eve Rojas ( Penelope Cruz ), welche einer totbringenden Seuche auf der Spur ist. Diese Seuche ist im Begriff das komplette Trinkwasser zu verseuchen. Doch für Diktator Kazim sind die Drei ein Dorn im Auge und er setzt alles daran sie zu eliminieren.
Die Story ist wirklich löblich, anscheinend war die Geschichte um das Panzerboot nicht genug, daher brachte man noch das Virus hinzu und die beiden Zweige ergänzen sich prächtig. So pendelt der Film immer zwischen Abenteuer und Seuchenthriller hin und her. Störend ist nur die viel zu lange geratene Einführung. In der ersten guten halben Stunde passiert leider fast gar nichts, außer dass sich Dirk mal kurz kloppen darf. Doch sobald wir an der explosiven Motorbootjagd angekommen sind, verwandelt sich der bis dato eher schlaffe Film in eine rasante Abenteuerkomödie. Die Action kann sich wirklich sehen lassen. Dirk hat einige sehr harte Nahkämpfe zu bestehen, Shootouts mit seinen Häschern und Verfolgungsjagden. Dank des höheren Budgets darf auch einiges zu Bruch gehen. Vor allem geschossen wird hier aus allen Rohren, so kommt man zumindest auf einen soliden Bodycount. Toll ist auch die lange Bootsjagd auf dem Fluss.
Die Spannung ist hier aber bestenfalls solide und auch nur dank der Virengeschichte, die für etwas Grusel sorgt.
Die Wüstenkulisse ist natürlich etwas trocken und einseitig, bietet aber auch einige schöne Aufnahmen und Panoramabilder. Ansonsten wird Exotik pur geboten.
Der Score ist recht peppig, bietet einige nette Songs, nur die Titelmusik gefällt mir irgendwie nicht so doll.
Matthew McConaughey war eine gute Wahl als Dirk Pitt, in der Action, vor allem in den Fights macht er eine gute Firgur, und humorvoll schauspielern kann er auch.
Steve Zahn als Al ergänzt das Duo perfekt. Er ist nicht nur für die Onliner zuständig, sondern leistet auch einen genauso großen Beitrag wie Pitt.
Penelope Cruz ist eigentlich nur da um gerettet zu werden und dass der weibliche Part abgedeckt ist. Dafür gefällt William H. Macy in der Nebenrolle.
Fazit:
Netter Abenteuerfilm mit guter Story, aber leichten Startschwierigkeiten, doch wenn man Diese überwunden hat, bekommt man explosive Action geboten und davon gleich eine gute Portion. Die Kulissen sind stimmig, genauso wie der Score, zumindest zum größten Teil. Die Darsteller mimen ihre Rollen glaubwürdig und humorvoll.
Macht Spass, aber keine Chance gegen Indy.