Und wieder isser zurück, der Freddy, denn er muss ja noch die Überlebenden aus dem letzten Teil zu sich holen. Nachdem er dieses Ziel erreicht hat, vergnügt er sich mit der Tagträumerin Alice und ihren Freunden.
Nachdem der dritte Teil frischen Wind in die Reihe gebracht hat, wird in diesem vierten Teil bekanntes wiedergekäut, aber auf unterhaltsamen Niveau. Am Anfang werden die restlichen Dream Warriors aus dem Vorgänger kurz abgefertigt und die ehemalige Hauptperson Kristen, die diesmal leider nicht mehr von Patricia Arquette verkörpert wird (die Rolle war ihr wohl zu kurz), gibt ihre Fähigkeit in die Träume anderer einzusteigen an ihre Freundin Alice weiter, die sich fortan mit Freddy herumplagen muss und durch ihre neu erlangte Fähigkeit ihre Freunde in Gefahr bringt.
Freddy hat wieder ein paar nette Gemeinheiten parat. Neben dem üblichen Einsatz seines messerbewehrten Handschuhs macht er sich wieder die Schwächen seiner Opfer zu Nutze und raubt beispielsweise einer Asthmatikerin den Atem oder verwandelt ein Mädel in der Wohl beeindruckendsten Tötungsszene des Films beim Gewichtheben in (sieht aus wie) eine Kakerlake, um sie anschließend zu zerquetschen.
Sowieso gefallen die Effekte sehr. Wirklich gelungen sind u.a. die mit Menschenköpfen belegte Pizza, von der Herr Krueger nascht oder die grandiose Stelle, an der seine Opfer aus seinem Körper ausbrechen und ihn auseinanderpflücken.
Auch athmosphärisch wurden ein paar dichte Passagen hingelegt. Vor allem die phantasievollen Traumschauplätze überzeugen, wie z.B. das bereits bekannte Kruegerhaus, erneut der Schrottplatz, die feurigen Plätze, die Kirche oder das Kino, in dem unser Hauptperson mittendrin statt nur dabei ist, als sie von ihrem Sitz direkt in das Geschehen auf der Leinwand gezogen wird. Von solchen Szenen lebt die Nightmare-Reihe.
Bei den Schauspielern ist diesmal nichts besonderes (weder im positiven noch im negativen Sinne) dabei. Lediglich die Darstellerin der Alice (es gibt zu diesem Namen auch eine nette Anspielung von Freddy auf die Geschichte mit dem weißen Kaninchen) kann halbwegs überzeugen, wenn sie sich im Laufe des Films von dem Mauerblümchen zur kämpferischen Gegnerin des Schlapphutträgers wandelt. Außerdem sieht sie recht knuffig aus :-)
Renny Harlin legt mit dem vierten Teil einen unterhaltsamen Nightmare-Part hin, der die Reihe aber wenig weiterbringt. Für Spaß ist auf jeden Fall gesorgt und wenn man weniger Wert auf ein gutes Drehbuch legt, dann ist man mit diesem Film gut bedient.