Review

Freddy Krueger war nach drei Teilen Nightmare schon eine echte Kultfigur und erziehlte Einspielrekorde an den Kinokassen. Nach dem Motto " Jedes Jahr ein neuer Freddy " kam ein Jahr nach dem dritten Teil schon Nummer vier auf den Markt. Renny Harlin ( Stirb Langsam 2 ) nahm auf dem Regiestuhl platz und Robert Shaye übernahm wieder die Produktion. Das Budget war noch höher als im Vorgänger. Schade, dass Wes Craven hier nicht mitarbeitete.
Story:
Kristen hat Freddy´s Attacke überlebt, doch ein Jahr später wird der Kindermörder ( Robert Englund ) aus der Hölle befreit und holt sich die letzten Kids der Elmstreet in ihren Träumen. Auch die schüchterne Alice ( Lisa Wilcox ) soll Freddy´s Opfer werden, doch sie erntet die Kraft der Gestorbenen und stellt sich Freddy bald in einem Kampf gegenüber.

Während man mit Teil drei eher back to the roots ging, so beschreitet man hier Neuland und baut die Story um den untoten Traummörder weiter aus. Einen richtig innovativen Plot bekommt man dabei nicht hin, jedoch reicht es zu einer soliden Story, die schon einige neue Ideen zu bieten hat.
Im Vorgänger begann Freddy schon diesen schwarzen Humor zu benutzen, dies baut man hier weiter aus. Freddy gibt viele Onliner zum besten, benutzt seine Kralle als Haiflosse, trägt eine Sonnenbrille und vor allem sein Auftritt in der Schule ist mehr als gelungen. Man kann sich nie richtig totlachen, doch oft grinsen muss man schon.
Auch in Punkto Bodycount und Gore legt man noch eins drauf. Diesmal müssen recht viele Kids dran glauben und wieder sind ihre Sterbensweisen sehr verschieden, damit abwechslungsreich und hübsch blutig. Vor allem kommt man nie zur Ruhe, da Freddy den Kids stets ans Leder will und man viele Traumsequenzen mit guten Schockeffekten geboten bekommt. Die Pizza Szene ist ja eine der berüchtigsten des Films. Wer auf Fights steht wird auch gut bedient, denn der Endkampf zwischen Alice und Freddy wird größtenteils mit Fäusten ausgetragen.
An die Spannung des Originals kommt man jedoch nicht heran, obwohl die Traumszenen sehr gut gelungen sind und die Kulissen abwechslung und Grusel bieten.
Dafür ist der Score echt klasse, vor allem die Titelmelodie hört sich prima an. Richtig rockig, das waren halt noch die 80er.

Die Darsteller bewegen sich wie in den Vorgängern auf sehr gutem und glaubwürdigem Niveau, nur Prominenz ist fast gar keine vorhanden.
Eigentlich nur Robert Englund, welcher den scheinbar unbesiegbaren Freddy Krueger verkörpert und das mal wieder genial. Dies ist die Rolle in der man Englund am liebsten sieht und für die er bekannt wurde.
Für Lisa Wilcox war es die erste Hauptrolle in einem Film. Dafür schlägt sie sich als Alice sehr wacker und das nafangs schüchterne Mauerblümchen nimmt man ihr gut ab.

Fazit:
Auch Teil vier hält das recht hohe Niveau und bietet eine solide Story, gewürzt mit sehr viel schwarzem Humor. Die Goreeffekte sind sehr verschieden und recht blutig geraten. Von richtiger Spannung kann man hier nicht reden, doch zum Gruseln reicht es allemal. Der Score ist klasse und auch die Kulissen sind toll. Die Darsteller sind wie immer überzeugend.
Horrorunterhaltung vom Feinsten, neben Teil drei die beste Fortsetzung des Originals.

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