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Nachdem Freddy Krueger, gespielt von Robert Englund, aus seinem Grab zurückkehren konnte, beginnt er wieder die Teenager, die ihn in ihren Träumen bekämpften zu töten und Kristen Parker, die, ohne es zu wollen immer mehr Kinder an Freddy ausliefert, will niemand so recht glauben, dass Freddy Krüger zurückgekehrt ist, bzw., dass er überhaupt existiert.

Eigentlich bin ich kein sonderlich großer Fan diverser Teenie-Slasher, aber die "Nightmare on Elm Street"-Reihe war immer ein große Ausnahme und auch wenn "Nightmare on Elm Street 4" nicht ganz so gut wie seine Vorgänger ist, kann man sich den Film durchaus zu Gemühte führen, ohne bitter enttäuscht zu werden und dies ist vor allem auf die ordentliche Inszenierung von Renny Harlin zurückzuführen. Schon hier, bei dem ersten größeren Werk seiner Karriere merkt man, dass er durchaus Talent hat und später, als er mit "Stirb langsam 2" und "Cliffhanger" zu einem der gefragtesten Action-Regisseure aufstieg und weitere gelungene Werke wie "Deep Blue Sea", "Driven" oder "Mindhunters" lieferte, bestätigte er diesen ersten guten Eindruck. Das wesentliche an einem Teenie-Slasher sind zunächst einmal die blutigen Effekte und diese sind zwar nicht ganz so deftig, wie sei sein könnten, aber auf jeden Fall solide inszeniert und ordentlich dosiert. Als nächstes benötigt ein Teenie-Slasher Humor und Eigenironie und auch diese ist vorhanden. Als letztes ist eine gespannte Atmosphäre wesentlich für den Unterhaltungswert und auch diese kann Harlin aufbauen, zumal sich das Thema mit den tödlichen Träumen und der Gefahr vorm Einschlafen sehr gut dafür eignet. Zudem meistert Harlin den schmalen Grat zwischen blutigen Gewaltdarstellungen, Eigen-Ironie und einer dichten Atmosphäre und kann somit bestens unterhalten und zum Ende hin konstant Spannung aufbauen. "Nightmare on Elm Street 4" ist dabei natürlich sehr kurzweilig und ist eher Unterhaltung für zwischendurch, aber verglichen mit vielen anderen Teenie-Slashern ist er auf jeden Fall sehenswert.

Während bei "Halloween" oder "Freitag der 13." einfach 0815-Killer wie Michael Myers und Jason Voorhees auf irgendwelche Teenager losgelassen werden, macht man sich bei "Nightmare on Elm Street" wenigstens die Mühe die Grenzen zwischen den Träumen der Teenager und der Realität verschwimmen zu lassen und auch hier, im vierten Teil der Reihe ist die Story zwar relativ simpel und teilweise vorhersehbar, aber es gibt auch die eine oder andere deftige Überraschung, die bei vielen anderen Filmen des Genres fehlen. Die Handlung ist damit solide, dass die Charakterkonstruktion aber komplett dem Klischee entspricht und dem Charakter des Freddy Krueger auch in diesem Teil nichts Wesentliches hinzugefügt wird, sollte auch klar sein.

Die Darsteller kann man im Prinzip alle über einen Kamm scheren, denn alle Teenie-Darsteller im Film sind solide, aber nicht überragend, leisten sich aber keine größeren Fehler. Nur einer kann wieder voll und ganz überzeugen, und zwar Robert Englund, der mal wieder in die Rolle des Freddy Krueger schlüpft und eine überaus gelungene und furchteinflössende Leistung abliefert.

Fazit:
Mit einer soliden Handlung einer starken Inszenierung und einem mittelmäßigen Cast ist "Nightmare on Elm Street 4" nicht ganz so gut wie seine Vorgänger, sorgt aber für solide und kurzweilige Unterhaltung und setzt die Reihe damit würdig fort.

62%

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