Während die letzten überlebenden Traumkämpfer aus Teil 3 daran glauben, dass Freddy endgültig tot ist, bekommt Kristen wieder Traumvisionen von der Auferstehung Freddy's. Und tatsächlich kehrt er von den Toten zurück um die letzten Traumkämpfer zu töten. Doch die telephatisch begabte Alice, die andere in ihre Träume mitnehmen kann, sorgt für das Ende Freddys.
Freddy tötet wieder, und wieder und wieder. Nachdem der dritte Teil recht neue Impulse aufzog und mitunter recht ironisch comichaft unterhaltsam war, geht die Quasiweiterführung Teil 4 diesen Weg weiter und stellt insofern den zweiten Teil zu Teil 3 dar. Der Vorgänger hatte indes wirklich schon mit marginalen Abnutzungserscheinungen zu kämpfen, denn ausser der rein visuellen und humoristisch fiesen Ausrichtung, änderte sich an der prinzipellen Grundidee wahrlich nichts, was auch in diesem Fall hier wieder bitter aufstösst. Denn schon wieder haben wir hier ein recht grosses Grüppchen von typisch öden Durchschnittamiteens, die wiedermals zum Grossteil bloss als Freddyfutter dienen dürfen. Das macht aber nichts, denn gerade in diesen sogenannten Traummordsequenzen spielt der Film seine grösste Stärke aus. Waren die Morde in Teil 3 in seiner Optik und vorallem die Darstellung der Traumwelten recht surrealistisch bizarr und beklemmend, geht man hier sogar noch ein Schritt weiter. Gorehounds wirds zwar eher weniger aus den Sesseln pfeffern, aber effektreich und lustig anzusehen sind gewisse Szenen schon, und sieht bisweilen heute noch recht überzeugend aus. In Erinnerung bleibt da sicher der Mord im Wasserbett, der stilsicher zwischen vollkommen fiesmorbider Ästhetik liegt und recht überzeugen kann. Freddys Maske und Körper mit schreienden Gesichtern, sorgt mal wieder für den nötigen Grusel, doch stilsicherer sind da abermals die in gewisser Zeitlupe ablaufenden Einblendungen mit den Freddyreim aufsagenden Seilkindern. Und überhaupt bieten abermals viele Faktoren der vorangegangenen Filme für symphatische Erinnerungen, eben wie diese Kinder, das Dreirad und das furcheinflössende Freddyhaus. Das die telephatische Nancy im Laufe des Filmes über sich hinaus wächst, während sie anfänglich klein und kurz war, ist insofern konsequent, denn mit Antihelden sollte man symphatisieren können. Das Drehbuch setzt sich durch wie ein vorhersehbarer Faden, eine gerade Strecke ohne jegliche Umschwünge oder Höhepunkte, was sich vorallem in den Szenen bemerkbar macht, in denen mal keine effektvollen Morde oder bunte, seltsame Traumwelten zu bewundern sind. Den gewissen Ekel bekommt man als Zuschauer wahrlich aber dann am Ende, als Freddy zu schmelzen beginnt.
Fazit:
Ein Sequel, dass mehr von seinen Effekten, Traumwelten, Humor und Figuren lebt, anstatt seiner Story. Die Grundidee weißt immer grössere Abnutzungserscheinungen auf, grundsolide bleibt der vierte Teil dabei aber allemal. Ein Sequel, das wunderbar Mängel kaschieren kann, aber auch keine bedeutungsvollen Höhepunkte aufweisen kann.
56%