Review

Freddy ist endgültig ein MTV-Star

Nachdem ich allen 3 vorangegangen Nightmare-Teilen etwas abgewinnen konnte, jedem auf seine Weise, wäre es sehr schade gewesen, wenn unbedingt der Teil aus meinem Geburtsjahr das schwarze Schaaf der Serie werden würde. Zum Glück enttäuscht auch Part 4 nicht, hinkt aber trotz (oder vielleicht gerade wegen) poppig-cooler Optik & gewohnt markigen Sprüchen & Toden etwas hinter dem düsteren Teil 3 her.

In Nightmare On Elm Street: Dream Master, steht der totgeglaubte Freddy Krüger wieder mal aus seinem Grab, um sich die letzten Überlebenden aus Teil 3 zu schnappen, den Draht zur neuen Generation an Teenies zu finden & gleichzeitig auch eine vielleicht ebenbürtige Gegnerin?!

Nightmare 4 ist der bis dahin leichteste, coolste & poppigste Teil der kultigen Reihe. Ein Kind der tiefen 80er. Jede Sekunde merkt man dies - an Musik, Looks, Farben & Ausdrücken. Wer wie ich den schlechten Geschmack der 80er mag, kann auch Teil 4 sicher nicht schlecht finden. Die Pop-Musik ist cool, die Kills nur ein wenig schwächer als in Teil 3, Freddy ist ein vollausgebildeter, zynischer Pop-Star/Serienkiller, seine Sprüche leicht & lustig wie selten, der Look spricht mich an & die gesamte Atmosphäre passt. 

Gründe zu Kritik bilden allerdings die Soap-Opera-ähnliche Charakter & Beziehungen untereinander - selten war man so wenig erschüttert über die Tode von Freddys Opfern (außer bei den liebgewonnenen 2 Jungs aus dem Vorgänger). Noch dazu kommt eine schwache & ärgerliche Neubesetzung, eine lächerlich-unnötige Hundepipi-Resurection, manch zu kitschig & lebsch wirkende Szene & die dem neuen Stil geopferte Düsternis & Spannung.

Fazit: bunter, mehr 80s, lustiger, aber schlussendlich schwächer als Teil 3. Trotzdem ein gelungener Zeitvertreib!

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