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Weiter geht es im verrücktesten Krankenhaus der Welt, im Riget-Hospital.


Die Handlung knüpft nahtlos an „Riget 1“ an. Dr. Helmer (Ernst-Hugo Järegård) ist zurück aus Haiti und will nun seinen Kollegen Krogshøj mit Hilfe des Zombiegiftes unschädlich machen und in einen Zombie verwandeln. Natürlich gibt es Komplikationen, mit denen Helmer nicht gerechnet hat.
Frau Drusse (Kirsten Rollfes) spürt weiter, dass sie noch unbedingt weiter im Krankenhaus bleiben muss. Jedoch wird sie entlassen. Vor der Tür des Krankenhauses wird sie aber von einem Krankenwagen erfasst und schwer verletzt, ihr Leben hängt am berühmten seidenen Faden.
Dir Ärztin Judith hat inzwischen ihr Bay auf die Welt gebracht, nur sieht es ziemlich deformiert aus und wächst unheimlich schnell. Der Kopf erinnert an Marys Mörder, Dr. Krüger.
Aber auch die anderen im Krankenhaus haben weitere Probleme. Prof. Moesgarrds „Operation Morgenluft“ endet in einem Fiasko, so dass er bei einem scheinbar verrückten Psychiater im Keller landet. Prof. Bondo muss endlich operiert werden, da seine Krebsleber nicht mehr länger in seinem Körper bleiben kann und Dr. Helmer bekommt wegen dem Fall Mona sogar Besuch von der Polizei.


Wer glaubt, dass man den Irrsinn aus Teil 1 nicht toppen kann, der sollte mal bei „Riget 2“ vorbeischauen. Lars von Trier treibt die Absurditäten hier endgültig auf die Spitze. Sei es das Baby, was niemanden stört, die merkwürdigen Vorfälle in der Klinik oder das Krankenwagenrennen draußen auf der Straße.
Star bleibt aber weiterhin der Schwede Ernst-Hugo Järegård, der mittlerweile noch kompromissloser und gemeiner ist als je zuvor. Aber gerade deswegen sorgt er für weitere Brüller. Allein seine Gespräche mit der Toilettenschüssel muss man gesehen haben, im Hintergrund läuft die schwedische Hymne, gefolgt von dem bekannten Spruch „Dänischer Abschaum!“.

Inhaltlich bleibt alles beim alten, wer Teil 1 mochte, wird auch hier voll bedient. Lars von Trier spinnt seine Story weiter und schafft es, den Zuschauer weiter bei der Stange zu halten, dank einer wirklich einmaligen Story und exzellenten Schauspielern. Zwar sind einige aus der ersten Staffel nicht mehr vorbei, doch werden sie ebenbürtig ersetzt.

„Riget 2“ ist genau so gefilmt wie schon die erste Staffel. Ein gelb-bräunliches Bild, harte Schnitte und Szenen, die eben noch extrem ruhig waren werden im nächsten Moment chaotisch, und eben genau andersherum. Am Ende jeder Episode gibt uns Lars von Trier noch einige Weisheiten auf den Weg.


Fazit: „Riget 2“ gelingt es, quasi nahezu, an die großartige erste Staffel anzuknüpfen. Klasse Schauspieler, eine wunderbare absurde Story, so machen Krankenhausserien Spaß. Schade nur, dass es wohl keine 3. Staffel mehr geben wird.

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