Django ist ein echter Hallodri: kein Rock in der Stadt, der vor ihm sicher wäre. Das wurmt nicht nur die zahlreichen gehörnten Ehemänner, sondern auch den Priester, auf dessen Farm Django lebt. Schließlich beschließen einige unlautere Gestalten, Django aus der Stadt zu entfernen und hängen ihm einen Mord an. Im Knast trifft er auf einen mexikanischen Banditenchef, mit dem er nach gelungenem Ausbruch eine Bank zu überfallen beschließt. Das Unternehmen gelingt, aber in der Zwischenzeit wurde Django´s Priester-Kumpel vom skrupellosen Großgrundbesitzer Ward und seiner Bande ermordet und das Land übernommen. Klar, daß es Django jetzt nach Rache dürstet und er mit den Ganoven verfährt wie der Originaltitel verspricht: "Einer mehr in der Hölle"...
Tscha...hier konnte sich der Regisseur wohl nicht ganz entscheiden, was er nun eigentlich drehen wollte: der Film ist in seiner ersten Hälfte eine enorm alberne Westernkomödie mit einem Humor-Niveau, das einen schon mal zum Aspirin greifen läßt. Unter anderem kloppt sich Django hier in Frauenkleidern- weia! Zu einer ernsten Rachegeschichte weitet sich der Streifen erst im späteren Verlauf aus. Der Showdown ist immerhin ganz okay und besser als der Rest, doch all jene die knackige und knallharte Westernunterhaltung erwartet haben, werden bis zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschaltet haben. Höhepunkt ist sicherlich Gérard Herter als Obermiesnick Ward- der Mann spielt wirklich verdammt gut. Hier hat er nicht nur was gegen Django, sondern mag auch mexikanische Peones nicht besonders: in seiner Freizeit bindet er ihnen Melonen (die Früchte sind gemeint ) auf den Kopf um hernach muntere Schießübungen zu veranstalten. Ansonsten ist der Film eher ein Schuß in den Ofen, den man wirklich nicht unbedingt gesehen haben muß. Obwohl- der Soundtrack ist richtig klasse; aber da reicht es eigentlich auch, nur mal in den Vorspann reinzuschauen. Das spart nämlich Aspirin...