....during The Fall Of The Tokugawa Shogunate. Die Para-Militär Aktivisten Shinsengumi werben neue Rekruten im Land an. Enami Saburo, ein einfacher Ronin, will um jeden Preis von der Partie sein.
Dieser scheint aber durch sein ängstliches Verhalten & sensiblen Eigenschaften gar nicht ins Konzept dieser Gruppe zu passen. Da er bei jedem Akt der Gewalt, und besonders wenn Blut im Spiel ist, weiche Beine bekommt und sich gleichzeitig übergeben muss. Dieses weinerliche Dasein wird durch Spott & Hohn der Gumi-Mitglieder zur Kenntnis genommen. Es sieht so aus als gehe Enamis Karriereanfang hier schon dem Ende entgegen. Doch dieser ist ambitioniert, und vollstreckt an Ort und Stelle einen Harakiri, um seine Hingabe zu demonstrieren. Dies bringt ihm nun die Anerkennung die er gesucht hat, auch wenn er beinahe sein Leben dafür gegeben hätte. Stück für Stück gewohnt sich Enami an die harten Regeln des Kondo Isami und auch allgemein an die Politik der Shinsengumi. Harte Trainingseinheiten stehen im bevor, sowie das tägliche Studieren der japanischen Geschichte. Da die Regeln der Shinsengumi knallhart sind und ein Verstoss mit dem Tod geandet wird, werden auch schon bald die ersten Verräter bzw. alle die, welche die Gebote missachten, entlarvt und bestraft. Eines Tages wird Enami angeboten selbst Hand an einem Seppuku, in der Rolle des Kaishakunin, anzulegen. Immer mehr entwickelt sich Enamis Selbstbewusstsein und Haltung, welche einem Samurai würdig ist. Schon bald ist er einer der aktivsten, loyalsten sowie gnadenlosesten Shinsengumi Mitglieder.
Enstanden ist dieser Chambara Beitrag im Jahre 1964 von Kato Tai. Präsentiert wird das Ganze vom Hause Toei. Die Shinsengumi haben in Japan grossteils einen Kult- bzw. Heldenstatus. In diesem Film ist Schluss mit Folklore und ähnlichen sympathischen Anleihen an diese Gruppe. Schon in den Rekrutierungssequenzen wird klar, dass der Streifen fernab von Samuraipathos ist und das es letzendlich um gnadenlose Gewalt, ohne Schömmalerei geht. Es müssen z.B. zur Eintriitsprüfung drei Gegner besiegt werden, wobei kein Bamboo benutzt, sondern mit massivem Holz duelliert wird..was auch dann gleich die ersten Opfer fordert. Der Alltag der Shinsengumi ähnelt einem Bootcamp, mit täglichen Vollkontakt-Trainingseinheiten, sowie seelischer Kost in Form von diversen Sitzungen. In disen werden die Loyalisten mit japanischer Geschichte und sonstigem Ruhmeshymnen erzogen. Ganz oben steht der Kodex bzw. die Gebote der Shinsengumi, die gegebenen Regeln einzuhalten und danach zu Leben.
Der Regiesseur verleiht den Charaktären Menschlichkeit, wobei dies nicht im positiven Sinne zu sehen ist. Herrschsucht, Übermut, Etikettlosigkeit, Neid und sogar Verrat sind die Merkmale von vielen Aktivisten. Besonders Kondo Isami, als machthungriger, selbstherrlicher Lüstling, bekommt sein Fett vom Produzenten zugeteilt.
Ein Film der nicht auf durchgestylte Werte setzt, sondern eher das Treiben von Bestien in den Vordergrund stellt. Selbst Schwertkämpfe haben weder einen choregraphierten noch edlen Touch. Bei den Kämpfen hat man oft den Eindruck als würden wilde Tiere aufeinander los gehen.
Okawa Hashizo als Enami Saburo vollbringt meisterliches in Sachen Schauspiel..ob sensibler Feigling oder brutaler Richter, man nimmt ihm alles ab. Ansonsten wäre noch Nishimura Ko in der Rolle des Hijikata Toshizo hervorzuheben. Dieser spielt in etlichen Samurai Film mit und hat hiermit u.a. seine Anfänge gemacht, und schon da bewiesen, dass er mehr als ein Durchschnittsakteur ist.
The Cruel Story ist ein Film, der von der ersten bis zur letzen Minute fesselt, ob nun aufgrund seiner Härte (hoher Blutflussfaktor) oder der intelligenten Story oder um einmal diesen Verein in einem anderen Licht zu sehen. Meines erachtens der beste und der am realistisch wirkendste Chambara um das Shinsengumi Thema. Alles natürlich in gut photographierten s/w Bildern.