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National Geographics… Ballonkopfmann!

Klischeehafter, platter und dennoch funktionstüchtiger kommen Slasher kaum… The Rocky Mountains Have Eyes?! Phase IV Kills?! Breitag der 13. in Schlafsack und Zelt?! In „The Prey“ verfolgen wir drei typische und dauergeile Pärchen in der amerikanischen Wildnis - zwischen Waschbären, Spinnen, Schlangen, Kaninchen, Tausendfüsslern… und einem freakig-verunstalteten Killer mit tragisch-feurigen Zigeunerursprüngen und einem überdeutlichen Axt-Fetisch! 

Die Axt auf Halde

Das Holzfällerhemd unter den 80s-Slashern… Ich bin froh, dass Arrow Video sogar solchem Holzschrat wie „The Prey“ eine spektakuläre Restauration und Veröffentlichung gönnt. Für Slasherallesgucker ist „The Prey“ nämlich durchaus einen Campingausflug wert! Die amerikanische Wildnis samt unfassbar vieler, krabbelig-kribbeliger Tiernahaufnahmen ist super sehenswert. Die Hintergrundstory des Killers ist wunderbar daneben. Und das Ende setzt da sogar noch einen drauf! Die Ladies können sich ebenfalls sehen lassen und die Kills sind in Ordnung. Aber vor allem ist es eben die rurale, wäldliche und minderbemittelte Aura, die „The Prey“ mit seinen völlig ungenierten und heute so nicht mehr machbaren „Gypsie-Origins“ zu etwas Besonderem machen. Und das hätte man bei all den Klischees und Plattitüden dann anfangs so ja auch nicht unbedingt erwarten müssen… Zwischen Tragik, Trash und Trugschluss. 

Das Naturgesetz des Stärkeren

Fazit: Weltnaturerbe trifft Backwoodkillerklischees, Roma und Slashies… Irgendwie sehr (un-)angenehm, natürlich und stimmig - und das Finnish ist richtig fies! 

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