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”You can shine, whatever you are made of.” Das ist der Slogan von „Big Welds Industries“, und das scheint auch in gleichem Maße der Slogan von Chris Wedge und Carlos Saldanha zu sein. Denn nach „Ice Age“ verzaubern die Animationskünstler wieder einmal mit abendfüllendem Spaß für Jung und Alt, der auf ein Neues beweist, dass diese beiden aus jedem Stoff glänzende Familienunterhaltung machen können.

Diesmal hält nicht die prähistorische Zeit als Grundgerüst für die Handlung her, sondern eine Welt, die es so (noch) nicht gibt… Eine Welt der Roboter. Inmitten dieser Welt lebt der junge Rodney Copperbottom, dessen größter Traum es ist, eines Tages in der Metropole Robot City als Erfinder für die Firma seines Idols Big Weld zu arbeiten. So macht er sich auch eines Tages auf den Weg nach Robot City, um dort zu erkennen, dass Big Weld als Firmenboss vom bösen Rattchet abgelöst wurde. Dessen Plan ist es, keine Ersatzteile mehr für Roboter herzustellen und stattdessen über teure Upgrades immer mehr Geld anzuhäufen. Wer sich die Upgrades nicht leisten kann, gilt als Altmodell und wandert in den Schmelztiegel. Doch Rodney und seine Freunde haben etwas dagegen...

Sicherlich ist die Rahmenhandlung „Kleiner Mann geht in große Stadt und kämpft dort gegen bösen Mann“ nichts Neues. Aber muss es denn immer eine neue Story sein, die uns für 90 Minuten aus dem Alltag reißt und fasziniert? Wundervolle Animationen (,denen man anmerkt, dass bereits einige Zeit und somit technischer Fortschritt seit „Ice Age“ vergangen ist,) und äußerst sympathische Protagonisten verleihen „Robots“ seinen ganz besonderen Charme. So ist neben Rodney vor allen Dingen der tollpatschige Fender(,dem Michael „Bully“ Herbig seine Stimme leiht,) ein Garant für einen Lacher nach dem anderen, und das in erster Linie dann, wenn er (wieder einmal) eines seiner Körperteile verloren hat. Aus solchen Situationen resultierende Slapstick-Einlagen wechseln sich ab mit augenzwinkernden Seitenhieben, die auf filmische Highlights der letzten Jahre (z.B. „Star Wars“ und „Der Herr der Ringe“) und auch auf „Größen“ des US-amerikanischen Show-Business (z.B. Britney Spears) abzielen.

Der Spannungsbogen der Handlung, die diesen humorvollen Einlagen ihren Rahmen gibt, verläuft zwar etwas flach und vermag es daher auch nicht, jeden seiner Zuschauer für die 90minütige Spielzeit vollkommen zu fesseln. Jedoch wird dieses Manko durch etliche actionreiche Szenen während des Spielverlaufs und ein recht gelungenes Finale (,das mehr als einmal an o.g. „Herr der Ringe“ erinnert,) ausgeglichen, sodass selbst der größte Zweifler zufrieden aus dem Film herausgehen kann.

„Robots“ ist ein würdiger Nachfolger von „Ice Age“, wenngleich er nicht an die Klasse eines „Findet Nemo“ oder „Shrek“ herankommen kann. Wedge und Saldanha haben hier erneut wundervollen Animations-Spaß geschaffen, der Jung und Alt gleichermaßen begeistern kann. Dicke Pluspunkte gibt es für die hervorragenden Animationen und die herrlichen Charaktere, negativ in die Gesamtwertung fallen lediglich die wenig innovative Story und der etwas zu flache Spannungsaufbau. In der Gesamtwertung 7 von 10 Punkten, da Fans des Animations-Genres voll auf ihre Kosten kommen und vor allen Dingen die Kleinsten immer wieder ihren Spaß mit diesem Film haben können.

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