Review

Sega und Gomorrha


Vor den Covidioten gab es die Vidioten, die in „Joysticks“ in einer Arcadehalle ihren Schabernack treiben. Inklusive nackter Brüste, heißlaufender Automaten und angelutschten Hot Dogs... Kann dieser „Porkys mit Videospielen“ was? Oder ist er veraltet wie die Technik seiner dargestellten Spiele? 

Bytes am Stil - eigentlich fasst es das gut zusammen. „Joysticks“ feiert Nostalgie und Games wie „Pac-Man“ oder „Battlezone“ genauso wie weibliche Rundungen, männlichen Samenstau und flachste Witze. Wem diese Kombi also zusagt (oder zumindest nichts ausmacht), der ist bei dieser super seichten Klamotte an der richtigen Stelle. Die Damen sind sehr gut auf den Augen, die Arcade-Atmosphäre sprüht Funken (und macht etwas wehmütig), die Aussagen zum Thema Videospielsucht und übereifrigen Sittenwächter, die vom Thema eh keine Ahnung haben, sind alle Ehre wert und noch immer aktuell. Selbst wenn man das Ganze natürlich nie allzu ernst nehmen kann, eigentlich keine Story vorhanden ist, die Darsteller kein schauspielerisches Talent haben und sich bei weitem nicht die Mehrheit der Lacher auf mich übertragen hat. Die absoluten Highlights waren für mich zwei Traumsequenzen, in denen Sex und Games nochmal auf die Spitze getrieben und fusioniert werden, in denen der scheinbare „Sittenverfall“ wunderschön parodiert wird. Rebellisch. Rattig. Rattenscharf! 

Fazit: schlechte Gags, coole Games, heiße Girls - was gibt’s an „Joysticks“ nicht zu genießen?! Sexy, schön bescheuert, total 80er. Runde Sache des „schlechten“ Geschmacks. Wie Pac-Man in punkig. 

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