Eine Gruppe Satanisten kommt in ein kleines Dorf, wo sie sich in einem leerstehenden Haus einnisten. Nachdem sie eine junge Frau aus der Gegend missbraucht haben, kommt ihr Grossvater aufgebracht zu den acht Hippies. Doch die überrumpeln den alten Mann und schicken ihn mitsamt LSD im Magen wieder nach Hause. Sein kleiner Enkel will diese Gemeinheit an seinem Opa rächen und mischt der Satanssekte Blut von einem tollwütigen Hund in das Essen. Nach kurzer Zeit mutieren die wilden Hippies und werden zu blutrünstigen, mordenden Bestien. Bizarr ist die Story und gut ist die Umsetzung. Im Gegensatz zu unversiert abgedrehtem Totaltrash wie "Invasion Der Tollwütigen" etwa, ist dieser überaus unterhaltsame Horrorfilm ein charmantes B-Movie, kann aber mit recht guten Schauspielern und einer soliden Kamera überzeugen. Die Charaktere werden ausreichend in Szene gesetzt, vor allem die Hippies sind allesamt bunte Charaktere. Ob sich David E. Durston, der auch das Drehbuch schrieb, mehr an Sekten wie der Manson-Family oder an Werken wie Romeros "Nacht Der Lebenden Toten" orientierte, irgendwo zwischen Epidemiewahnsinn und okkulter Besessenheit bewegt sich "Die Satansbande". Der Originaltitel ist dagegen zwar reisserischer, Blut wird allerdings nicht getrunken. Trotzdem geizt man nicht mit Brutalität, denn neben Vergewaltigung und blutigen Satansriten sind die Morde ausgefallen und teils erstaunlich genau dargestellt. Ausgesprochen blutig ist der Director's Cut für die damalige Zeit ausgefallen, da trennen sich einige Körperteile von ihren Besitzern und es gibt sogar eine (sehr) kurze Eingeweidebeschau. Einen Punkt Abzug gibt es für diverse abgeschlachtete Tiere, die augenscheinlich echt waren (zumindest was einige Ratten, ein Huhn, einen Hasen und eine Ziege angeht). Genau wie die schauspielerischen Leistungen schwanken, verhält sich auch die Stimmung, die mal bedrohlich und mal over the top ist. Für Interessierte alter B-Movies ist dieser außergewöhnliche Schlock sehr empfehlenswert.
Hippie-Horror-Klassiker, der bei aller Trashigkeit in der schrägen Story einige erstaunlich blutrünstige Szenen aufweist. (7-1=) 6/10 Punkten