Eine sehr untypische Hippie-Kommune (nix "Love & Peace", sondern "Sex & Satan") besetzt ein leer stehendes Haus in einem Kleinstadtkaff. Nach einem ziemlich rüden Nachbarschaftszwist, bei dem ein unschuldiger alter Opi mit LSD vollgepumpt wurde, beschließt der kleine Pete den Rowdies eine Lektion zu erteilen.
Aus diesem Grund serviert er der Truppe Törtchen, die er mit dem Blut eines tollwütigen Hundes versetzt hat.
Nach und nach verfallen alle Hippies dem Wahnsinn und beginnen sich gegenseitig zu zerfleischen. Langsam aber sicher fängt die Seuche allerdings auch an im ganzen Dorf zu wüten...
Hippies, die den Teufel anbeten..., Wahnsinnige mit Rasierschaum vorm Maul...
I DRINK YOUR BLOOD ist ein einfach herrlich dämliches Horrortrash-Happening mit garantiertem Kultcharakter.
Filmtechnisch hapert's hier und da zwar etwas (... die Hippies mampfen die vergifteten Törtchen z.B. erst in Minute 35 in sich rein ...), packende Spannung macht sich auch nicht wirklich breit, wenn aber in den letzten 20 Minuten eine zombie-ähnliche Schar von Tollwütigen das Dorf stürmt, dann ist man für sein geduldiges Ausharren mehr als belohnt.
Ein bisschen Gore, der für die Entstehungszeit des Films wirklich deftig ausfällt, wird ebenfalls geboten:
Ein Bein wird abgehackt, eine Hand mit dem elektrischen Bratenschneider abgesägelt und während des Showdowns läuft ein Tollwütiger die ganze Zeit über mit einem abgetrennten Kopf in den Griffeln durch die Gegend... sieht einfach göttlich aus...
Zwar wirken die Splattereffekte teilweise wirklich sehr billig, Spaß macht dieser auf sympathische Weise trashige Gore aber auf jeden Fall.
Zu sehen gibt's noch eine bezaubernde Lynn Lowry ("Crazies", "Parasiten-Mörder") in der Rolle einer stummen Hippiebraut, eine bildhübsche Hauptdarstellerin, wie sie wahrscheinlich nur in den 70ern zu finden war und ... naja, natürlich auch viele Axt und Machete schwingende Wahnsinnige.
Auf die Ohren gibt's noch ein fast schon psychedelisches Disco-Gefiepse, womit der Hippie-Horror eigentlich ziemlich perfekt ist...
Mein Fazit also:
Trotz anfänglicher Längen und einigen unleugbaren Mängeln, ist I DRINK YOUR BLOOD ein äußerst sympathisches und sehenswertes Filmchen.
Wer auf kultigen Old School-Horror mit Nostalgiewert steht, sollte unbedingt mal einen Blick hier rein werfen.
PS: Eine Uncut-Fassung ist hier Pflicht!