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Eine satanische Hippiesekte wird bei einem Ritual von einer jungen Frau beobachtet, die daraufhin von diesen misshandelt wird. Ihrem Großvater wird LSD verabreicht, als er die schlimmen Finger zur Rede stellen will und so erschießt der Junge der Familie einen tollwütigen Hund und mischt das Blut des Kläffers unters Essen der Übeltäter. Daraufhin werden die Sektenhippies zu mordenden Wahnsinnigen und mischen sich selbst und den Ort kräftig auf.

Ich denke die obige Kurzangabe zum Inhalt macht deutlich, mit was für einem herrlich wahnwitzigen Filmchen wir es hier zu tun haben. Und so etwas ist ideal, um in die großartige Trash Collection von cmv aufgenommen zu werden. Die Macher haben einiges an Irrsinn in ihren Streifen gepackt und das ganze augenscheinlich kostengünstig umgesetzt. Den mit Tollwut infizierten Leutchen wurde einfach etwas Quark um den Mund geschmiert und sie konnten loswüten. Hierbei gibt es einiges zum Schmunzeln, z.B. Kämpfe zwischen mit Schwertern und Axten bewaffneten Hippies, den Einsatz eines Elektromessers durch eine Undankbare, wild durch die Gegend rennende Helmträger, die sich durch Wasserspritzen von im Fluss stehenden Leuten in Schach halten lassen, wild durch die Gegend ballernde Gesetzeshüter oder sinnfreie Szenen wie das Aufsuchen der Boa (vielleicht hat sie in einem Preisausschreiben die Rolle gewonnen) durch den Hippie inklusive des Ganzkörper-Schlafanzug tragenden Aufpassers. Man mag seinen Augen kaum trauen.

Bei der Charakterisierung der Figuren hat man es sich einfach gemacht und gängige Klischees bedient. So setzt sich zum Beispiel die Truppe der Hippies aus typischen Rollen wie dem indianischen Anführer, dem Quotenschwarzen, dem Rauhbein, der Sexgierigen, der schwangeren Vettel, der Asiatin, der Stummen und dem Gutmütigen zusammen. Die Leistungen der Darsteller reichen von solide bis derbe überzogen, wobei der Anführer der Hippies und der Schwarze eindeutig den Vogel abschießen. Die beiden haben ihre Hausaufgaben im Fach Overacting jedenfalls gemacht und lassen uns freundlicher Weise daran teilhaben.

Dies ist übrigens einer der wenigen Fälle in denen der deutsche Titel mehr Sinn macht als der originale, denn in diesem Film wird kein Blut getrunken, wie es einem der O-Titel "I drink your blood" weismachen könnte. Dafür gibt es aber andere Blutigkeiten, die auf Grund ihrer Machart allerdings mehr amüsieren als erschrecken. So gibt es u.a. abgetrennte Körperteilattrappen, Pfählungen in verschiedenen Varianten und Verbrennungen. Schade nur, dass man bei den vorkommenden toten Tieren auf echte Kadaver (auch wenn man diese laut Interview auf der DVD von cmv aus einem Labor bezogen hat) und bei der Huhnopferung auf lebendes Geflügel (auch wenn man dieses laut Interview auf der DVD von cmv anschließend zum Verzehr verwendete) zurückgegriffen hat. Dies ist schließlich kein Kannibalenfilm.

Insgesamt bekommt man mit diesem Film all das, was zu einer echten Trashperle gehört.

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