Die „Sados“ machen die Gegend unsicher: In einem kleinen Örtchen trifft eine satanische Sekte ein. Erst wird eine junge Frau missbraucht, dann ein Haus besetzt. Alles noch unter einem freundlichen Deckmantel. Als dann aber der Großvater des missbrauchten Mädchens den Fremden einen Besuch abstattet, ändert sich die Situation dramatisch. Der Opa wird verprügelt und es wird ihm LSD verabreicht. Daraufhin will sein Enkel den Großvater rächen. Er geht in den Wald und erledigt einen tollwütigen Hund. Mit dessen Blut verseucht er das Essen der satanischen Hippies. Die bemerken dann zu spät, was passiert ist. Sie werden wahnsinnig und fallen übereinander her. Aber es kommt noch schlimmer: Die Seuche wird schon bei einfachen Körperkontakt übertragen. Deswegen laufen schon bald einige der Dorfbewohner mit Schaum vor dem Mund rum.
Die Tollwütigen ist eigentlich ein recht netter Trashfilm der 70er, der irgendwo zwischen Night of the living Dead und The Crazies (lustigerweise auch mit Darstellering Lynn Lowry) anzusiedeln ist. Hauptdarsteller ist eine Multikulti bestückte Satanskommune voller Hippies, die aus herrlich schräg/durchgedrehten Charakteren bestehen, die mindestens einen Joint im Leben zuviel gekifft haben. LSD spielt in den Tollwütigen eh eine zentrale Rolle, wird häufig eingesetzt und angesprochen, man könnte direkt meinen die Produktionsgelder kommen frisch aus Kolumbien überwiesen.
Allerdings sind die eingesetzten Mittel doch ziemlich spärlich, richtige Sets sind nicht zu erkennen und auch die horriblen Elemente wirken recht durchschaubar. Irgednwie hab ich aber gleube ich auch eine gekürzte Version zu sehen, die Schnitte sind gelegentlich etwas rumplig, da hat wohl mal wieder die Zensurbehörde die blutigsten Szenen für sich selbst behalten. Es bleiben aber noch genügend Sudeleien übrig, FSK 18 ist nicht nur vom Blutgehalt, sondern auch aufgrund der oberzynischen Thematik absolut angebracht.
Die Darsteller sind dabei auch nicht gerade das Gelbe vom Ei, andererseits paßt das gepflegte overacting auch wieder ganz gut zu den chaotischen Typen der Satansclique´. Der Showdown ist ebenfalls ganz witzig ausgefallen, wenn beinahe jeder mit Zahnpasta vor dem Mund rumläuft und auf Tollwut macht . Die Tollwütigen ist dabei insgesamt eine nette beinahe trashige Horrorgeschichte, die aufgrund der Beteiligten beinahe schon zum grinsen anregt, wenn sich die Schauspieler zum Horst chargieren. Kann man durchaus mal anschauen, sollte aber nicht zuviel erwarten
6/10