6
Hippie-Grindhouse-Kino. Dementsprechend gibt es psychedellische Schockmomente und das Blut fließt grellrot. Die nackten Satanisten sind natürlich klischeehaft, entsprechen aber voll dem damaligen Zeitgeist: eine alternative Kommune rebelliert gegen das Establishment. Auch die Selbstverbrennung als Anspielung auf den Vietnamkrieg war voll up to date. Auf den cleveren und fiesen Rachestreich des Jungen folgen die Momente des Wahnsinns, die gar nicht mal schlecht gespielt sind. Aus heutiger Sicht sind sie jedoch unfreiwillig komisch, wobei sie ihren verstörenden Unterton nicht ganz eingebüßt haben. Da wäre auch noch mehr drin gewesen, doch für 1970 ist das schon harter Tobak. Erwähnenswert ist noch, dass die bildhübsche Lynn Lowry mitspielt, die später in den thematisch ähnlichen THE CRAZIES und PARASITENMÖRDER mitwirkte. DIE TOLLWÜTIGEN kann als deren direkter Vorgänger betrachtet werden.
2
ACHTUNG: Die Wilden mit dem Rasierschaum vorm Mund und dem seltsamen Gang greifen an!!! Mehr brauch man hier eigendlich gar nicht sagen. Schlechte Schauspieler, miserable Musik, hölzerne Dialoge und nicht eine einzige interessante Idee. Wahrscheinlich muss man bevor man diesen Film sieht (wie dem Opa im Film) LSD verabreicht bekommen, um seine "Genialität" zu verstehen... Nüchtern einfach nur Schrott.
3
Einer der ersten Filme, der von Romeros "Nacht der lebenden Toten" inspiriert wurde: Ein Junge rächt sich an einer satanistischen Hippie-Gruppe, die seinem Opa mit Drogen arg zusetzten. Er gibt ihnen, mit Tollwut infizierte, Törtchen zu essen. Die Hippies verwandeln sich in mordende Wahnsinnige... Miese Akteure und noch schlechtere Musik sorgen für unfreiwillige Komik. Splatterfans haben, dank der geschnittenen deutschen Fassungen, nicht viel zu lachen.