Der finstere Herrscher Lugos will die Galaxis erobern und deshalb den Enkel von König Fendel ( Tony Curtis ) entführen . Doch dem Prinz , der sich selbst Kirk ( nach Captain Kirk aus " Star Trek - Raumschiff Enterprise " ) nennt , gelingt die Flucht auf die Erde . Dort trifft er auf den jungen Brian , der sich beim Camping in einem Wald verirrt hat . Gemeinsam versuchen sie den außerirdischen Häschern zu entkommen ...
Scheinbar war " Stargames " ein Herzensprojekt von Regisseur Greydon Clark , der mit seinem " Alien Shock " Anfang der 1980er Jahre noch einen einigermaßen annehmbaren Science Fiction Horror schuf , der schon ein wenig vom späteren SF Klassiker " Predator " vorweg nahm . Von beiden Filmen ist Clark hier aber meilenweit entfernt , denn hier beobachtet man eigentlich nur zwei Kinderdarsteller , die ständig durch den Wald marschieren , von einer Gruppe Erwachsener gesucht und von ein paar Außerirdischen verfolgt werden , die die ausrangierten Helme von Rick Moranis´ Lord Helmchen aus " Spaceballs " aufzutragen scheinen .
Dass es wohl ein Herzensprojekt war , mache ich eher an der Tatsache fest , dass Clark hier seine gesamte Familie untergebracht hat , nicht , weil er sich mit Geschichte oder Endfassung des Filmes so viel Mühe gegeben hätte . Denn hier durfte die gesamte Clark´sche Familie ran . Bei den Kindern handelt es sich um die echten Söhne des Regisseurs und bei Brians Mutter um die echte Mutter der beiden Jungen und natürlich um Greydon Clarks´ Frau .
Höhepunkte des Films sind dann auch nicht die toll ausgearbeitete Geschichte oder der hohe Produktionsaufwand , sondern ein lebender , dressierter Bär sowie ein Stop Motion Dinosaurier und ein ebensolches Monster , welche mal ein paar Sekunden sinnlos im Bild herum hampeln dürfen .
Tiefpunkte dafür das Schauspiel der beiden Kinderdarsteller , wobei man fairerweise sagen muss , dass Erdenjunge Brian nicht ganz so schlecht spielt wie Prinz Kirk , der nicht außerirdisch spielt , sondern einfach nur unterirdisch . Auch nicht viel besser sind die Maske und Kostüme der Außerirdischen , sowie die Computereffekte und Green Screen Aufnahmen , die in der Mitte der 1980er noch ganz okay gewesen wären , 1998 aber schon lachhaft waren . Schon fast alptraumhaft dagegen das Computerprogramm von Kirks´ Raumschiff mit dem Namen " Happy " , das als Clown geschminkt auftaucht ( siehe das Bild hier bei der ofdb ) und den zuschauenden Kindern ein Lachen auf die Lippen zaubern sollte , aber wohl eher für schlaflose Nächte gesorgt haben dürfte .
Für ein Lachen sorgt eher die Inkonsequenz mancher Idee , die zu so manchem WTF? Moment führt . So ändern sich während dem Film die Hintergründe einer angeblich einzigartigen Gabe , die alle Erdenmenschen hätten ( welche denn ? ) . Außerdem hat der Prinz kleine Metall (?)- Pyramiden dabei , die er manchmal in zufällige Gegenstände verwandeln kann ( wie z.B. in einen riesigen Handspiegel ) , die man aber manchmal auch kauen kann um damit eine Art Gift zu spucken , aber auch dazu braucht um sich dazwischen beamen zu lassen ( oft wird aber auch ohne Pyramiden gebeamt ) . Dass der Filmtitel " Stargames " nie auch nur mit einem Wort erklärt und auch nie irgendwas gespielt wird , verwundert da schon kaum noch .
Fazit : Ein lachhaft inkonsequenter und schlecht gespielter Versuch eines familienfreundlichen Science Fiction Films . Ob Tony Curtis hier mitspielte , weil er auch mit Clark verwandt war oder ob er eine Stromrechnung zu bezahlen hatte , weswegen er sich 5 Minuten vor eine Greenscreen zerren ließ , lässt sich heute kaum noch sagen . Wenigstens war Greydon Clark so konsequent nach " Dark Future " und " Stargames " keine Regie mehr zu übernehmen , denn selbst mit Mühe hätte er wohl die Qualität seiner Filme nicht mehr sonderlich viel tiefer legen können . Wir lernen also von Clark : Immer dann aufgeben , wenn man auf dem Tiefpunkt ist !