Japan vor langer Zeit. Den Mächtigen in der Stadt ist ein uralter Schrein & das angrenzende Miethaus ein Dorn im Auge, weshalb sie alles daransetzen, um es abzureißen & stattdessen ein Bordell zu errichten. Proteste stoßen auf taube Ohren & werden erbarmungslos niedergeknüppelt, sogar ein Todesopfer auf Seiten der armen Mieter ist zu beklagen. Damit nicht genug hat der Magistratsbeamte ein Auge auf die Tochter des Miethausbesitzers, der bei ihm in der Kreide steht, geworfen & den Mächtigen ist ihr Erfolg mittlerweile derart zu Kopf gestiegen, dass sie selbst alten Legenden den Respekt verweigern & deren Existenz bezweifeln. Doch sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht, welcher in diesem Falle die Yokai-Monster sind.
Ein skurriler Monsterfilm aus Japan & was für einer! Hier tummeln sich mit die drolligsten & schrägsten Monster, welche die Leinwände dieser Welt je gesehen haben. Schade, dass man ihnen nicht mehr Screentime gegönnt hat. Mein Favorit ist das hüpfende & schwebende, einbeinige & einäugige "Regenschirmmonster" mit langer heraushängender Zunge & gutmütigem Gesichtsausdruck. Seine Kollegen, eher 9 als 99, sind da schon gruseliger, wenngleich nicht unbedingt bedrohlicher.
Sie beschränken sich darauf, ihren Opfern Angst einzujagen, ihnen Sachen vorzugaukeln & sie zu täuschen, bis sie in ihrer Verwirrung dumme Dinge tun. Sie machen sich also selbst gar nicht die Hände schmutzig. Da die kauzigen Monster aber nur ein Teil des Films sind ist es wichtig, dass auch die Menschen abliefern. Und das tun sie so ansprechend, dass der Film auch auf emotionaler Ebene gut funktioniert. Toll gefilmt & angenehm stimmungsvoll ist die DAIEI-Produktion obendrein. Sehr schön.