Als Ende der Achtziger dem aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten 'geflüchteten' Fred Williamson selbst Europa zu teuer wurde, ist man in filmischer Hinsicht auf die damals florierenden Philippinen aus- und umgewechselt. Schauplatz vieler Kriegs- und Militärreißer wie bspw. auch dem Delta Force Commando, aber ebenso auch Ortschaft für die dann exotisch angehauchten Modern Day Plotter, zu dem hier und nun sowohl Teil 2 als auch Teil 3 der Black Cobra Reihe und damit Fortsetzungsfilme der noch preiswerteren Machart als schon Stelvio Massi seine Arbeiten floriert:
Der amerikanische Großstadt-Cop Lt. Robert 'Bob' Malone [ Fred Williamson ] wird zwecks eines kollegialen Austausches und Schulung bei Interpol gegen seinen Willen nach Manila beordert, wo ihm schon am Flughafen die Brieftasche geklaut wird, er darüber und einige Umwege aber die hübsche Peggy Mallory [ Emma Hoagland ] kennenlernt. Als diese und er selber auch durch die vor Ort befindlichen Terroristen um Asad Cabuli [ Najid Jadali ] und Mustapha [ Ned Hourani ] zunehmend in Gefahr gerät, wendet sich Malone an den ortskundigen Lt. Kevin McCall [ Nicholas Hammond ], dessen Familie ebenso bald in die Schusslinie gerät.
Regisseur Edoardo Margheriti eröffnet hier sogar in der Stadt, die Filme werden gemeinhin als Urban Crime verkauft, zumindest im dritten ist davon nicht mehr viel über und beim 'vierten Teil' sowieso nur ein Stückwerk der Vorgänger und entsprechend aufgewärmtes Labsch & Babsch zu sehen. Die Stadt (Chicago) ist amerikanisch, die Inszenierung italienisch, der Film ein Debüt, der zweite Teil schon eines Rip-offs; verschiedene Eindrücke ohnehin, die auf einen einprasseln, die Inszenierung wie ein Blinder mit Krückstock, wobei ein Blinder mit Krückstock dann auch tatsächlich die erste Szene, ein nächtliches Parkhaus nämlich betritt.
Die Szene ist natürlich nur Vorwand, Mittel zum Zweck, wie immer bei den Italienern und gerade auch in den Achtzigern nur ein Hebel, um die Defizite zu beseitigen, läuft dann bald davon ausgehend die erste Actioneinheit schon und dies über die gesamten Titel hinweg. Eine Verfolgungsjagd Motorrad – Auto erst, auch mit dem 'Befahren' einer Baustelle, dann anschließend das gleiche Spiel nochmal zu Fuß und ebenso durch diverse Hindernisse hindurch und hinüber weg. Parkour fast, zumindest wird ordentlich Kondition verlangt und Ausdauersport nur für Geübte betrieben und die Muskeln und die Laufgelenke gestählt. Der Plot der Plotte hier kommt dann irgendwann später, Williamson wird hier auch gegen seinen Willen in die gottverfluchten und gottverlassenen Philippinen geschickt und beordert, im Dritten will er selber und dies gegen den ausdrücklichen Willen seines hier anordneten Vorgesetzten dahin; das Land natürlich hier wie dort ein Hort der Kriminellen, dass eine starke Hand des Gesetzes dringend benötigt und wo schon beim Eintreffen am Airport die Unzulänglichkeiten und das Chaos regiert.
Eine fish-out-of-water Story also, ein Good Cop, Bad Cop - Buddy Picture, ein Actionkrimi Marke Williamson, ein Thriller in Manila, wenn man das folgende ansieht und es dann tatsächlich auch so nennen will. Aussehen tut das Ganze zumindest wie beim Godfrey Ho und beim Philip Ko, die waren zu der Zeit auch da und haben mit ihrer Crew Unheil gestiftet und das Übriggebliebene der Zivilisation hier zerstört; ähnlich sloppy in der Aufmachung und der Aufwartung, als B- bis C-Picture, mit darstellerischen Leistungen zur Genüge und in den Locations weniger hübsch als vielmehr hässlich und zudem auch mit etwas Leerlauf dazwischen angefüllt. So gibt es eine müde Prügelei in einem Park, ein hüftsteifes Gehaue und Gewumpe, das auch vom alten Bud Spencer stammen könnte, inklusive Backpfeifen gleichzeitig links und rechts; Wunder, welche einheimische Kampfsportart das ist. Es gibt etwas Kultur, ein Singsang im kurzen Rock und später eine Tanzdarbietung, so ähnlich wie das boarische Schuhplatteln gehalten, nur barfuß und möglicherweise mit mehr Geschick. Am Ende dem zweiten Drittel wird die Kultur Kultur sein gelassen und wieder die hohe Kunst der Action-Choreografie dafür spendiert, die beiden Cops zweimal unter heavy fire genommen, vom Lande und zu Wasser auch, die Windschutzscheibe vom Auto zerschossen und etwas Rohmaterial im Hafen lichterloh explodiert. Es gibt einen gewaltfreien Ausbruch aus dem Polizeirevier, den originalen Spiderman persönlich und ebenso gewalttätig unterbindet und dann noch den Showdown, welcher auch blutig und gleichzeitig arg kurz und klein zu Werke geht.