Um es vorweg zu sagen, ich bin absoluter Fan des japanischen Originalfilms, wobei ich bereits die Fortsetzungen nicht mehr so interessant fand.
Als ich dann das erste Mal die Ankündigung hörte, dass es ein amerikanisches Remake geben sollte, da war ich schon nicht wirklich begeistert davon. Diese Vorahnung bestätigte sich dann mit dem Ansehen des ersten Teils. Nun aber zum glorreichen Ring 2.
Das ganze beginnt damit, dass Aidan (David Dorfman) und seine Mutter Rachel (Naomi Watts) auf's Land umgezogen sind, um mehr Zeit miteinander verbringen zu können. Doch leider leider leider kommt da wieder Samara dazwischen, denn einige reichlich schlaue Jugendliche haben, wohl in der Mülltonne, eine Kopie des berüchtigten Videos gefunden und es ... oh wie sollte es auch anders sein ... angeschaut. Und bums, einer schaut im wahrsten Sinne des Worte "dumm aus der Wäsche". Kurz darauf hat der kleine Hosenscheisser und Dauernervensäge Aidan einen bösen Alptraum. Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und anmerken, dass ich schon immer wissen wollte, ob man auch verflucht ist, wenn man im Traum das Video sieht. Also ... weiter im Text ... nach eben dieser Begebenheit und einigen Minuten Film, wissen die Zuschauer, die bis jetzt immer noch nicht abgeschaltet haben, dass Samara in Aidan weiterleben will. Wäre ja nicht weiter schlimm, dachte ich, denn ohne die kleine Hackfresse kann es nur besser sein, aber leider war das fehlende schauspielerische Talent doch ein wenig hinderlich, um eine zweite Persönlichkeit darzustellen. So wird einfach "Rachel" durch "Mum" bzw. "Mummy" ausgetauscht und jeder weiß, dass es die böse Samara ist. Ja, warum viel Geld für Schauspieler und Spezialeffekte ausgeben, wenn es auch billiger geht?
Soll ich das jetzt wirklich beantworten? Na gut, dann versuche ich mal meine Sicht der Dinge darzustellen.
Der Film ist in meinen Augen eine einzige Katastrophe. Das fängt mit dem kleinen Nervgnom an und endet bei der KOMPLETTEN Geschichte. Auf Aidan gehe ich vielleicht später nochmal ein, wenn ich noch Zeit habe, aber nun möchte ich gerne ein paar Punkte im Bezug auf die "Story" aufgreifen, die mir missfallen.
Wieso ändert man die Intention von Samara. Im ersten Teil reichte es, ihre Leiche zu finden und sie zu beerdigen, so dass sie endlich ihre Ruhe finden kann. Inzwischen scheint Samara aber kein Interesse an "Ruhe in Frieden" mehr zu haben (wohl zu langweilig) und da fand man es passend, ihr als Ziel die Reinkarnation in Aidan zu geben. Wieso auch immer, ich verstehe es nicht. Ebenfalls absolut hinrissig sind so Aussagen von Rachel wie "Ich habe doch nur eine Kopie gemacht". Wenn dem so wäre, warum sind sie dann weggezogen? Jaja, ich weiß, ich habe den vorgeschobenen Grund oben schon genannt, aber trotzdem für mich wenig überzeugend. Dann die Nummer mit dem Elch-Test im Wald. Im ersten Teil waren es die Pferde, nun die Elche, die durchdrehen. Und nächstes Mal gibt es übellaunige Riesenfredschen??? Weiter im Text. Die kleine Kröte bringt im Krankenhaus die Pychotussi um und später noch den eigentlich ganz sympathischen Max, aber das scheint niemanden zu stören. Wie soll ich mir das im Krankenhaus vorstellen?
Krankenschwester: "Oh, die Frau ist tot und das Kind ist weg. *aufdieuhrschau* Oh, ich hab ja schon längst Feierabend" *sichrumdrehundweg*
Ich will ja nicht meckern, aber insgesamt gesehen halte ich diesen zweiten Teil für ein übles Machwerk, welches ich bestimmt nicht noch einmal anschauen werde. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, muss ich jetzt in der IMDb lesen, dass ein dritter Teil geplant sei. *doh* *doh* *doh*