Review

„Bloodsucking Redneck Vampires“ – Was kann man von einem Film mit solch einem Titel erwarten? Genau, gar nichts. Und mit genau diesen Erwartungen hab ich mich an den Streifen herangewagt und wurde angenehm überrascht.

Der Film beginnt in bester Jess Franco Manier. Eine hübsche (leicht bekleidete) junge Frau ist an ein Bett gefesselt. Eine Vampirin taucht auf und verköstigt sich an dem armen Mädel. Während außerhalb des Raums ebenfalls ein bisschen Bloodsucking angesagt ist, taucht ein Vampirjäger auf und beendet die Party jäh. Die Vampirfürstin macht sich mit ihrem Diener aus dem Staub und landet mitten in Redneckland. Nachdem die beiden ein Quartier für den Tag gefunden haben, werden nachts Vampire für die immer mehr wachsende Armee der Untoten rekrutiert. Dummerweise sind die Hinterwäldler nicht gerade die Hellsten und so befördert sich schon mal die Hälfte selbst ins Haus. Währenddessen bereitet sich die Familie Pissings auf einen jährlich stattfindenden Backwettbewerb vor. Unerwartet schneit auch noch der Dekorateur Jean-Claude ins Haus um das Badezimmer zu restaurieren. Junior Pissing und sein kleinwüchsiger Freund Cletus vertreiben sich derweil die Zeit mit Bier saufen, spannen und pokern, nichts ahnend, dass sich schon fast die ganze Stadt in Vampire verwandelt hat....

Große Filmkunst oder eine anspruchsvolle Story braucht man also nicht zu erwarten. „Bloodsucking Redneck Vampires“ ist in erster Linie eine reines Fun-Movie mit Horroranleihen. Anfänglich aufgeteilt in zwei Handlungsstränge (Die Vampirfürstin mit ihrer Armee der Untoten und die chaotischen Geschehnisse um die Familie Pissing.) die sich dann gen Finale überschneiden.

Der Streifen ist recht lustig, bietet aber vor allem Fäkalhumor. Wer mit so was nichts anfangen kann, braucht sich den Film also gar nicht anzuschauen. Es wird gefurzt, Katzenscheiße gemampft und gepullert was das Zeug hält. Zwar nicht annähernd so exzessiv wie in „Gross Out“, aber dennoch recht derbe. Wenn z.B. Jean-Claude, der solche raue Sitten nicht gewohnt ist, zusammen mit Junior und Cletus (ein biersaufender, großmäuliger Kleinwüchsiger) nach einem Bohneneintopf in einem Bett schlafen muss, bleibt kein Auge trocken. Ein anderes Beispiel wäre die Szene als die drei zusammen mit einer vollschlanken (aber richtig vollschlank!) Frau Strippoker spielen. Weitere Details spare ich mir an dieser Stelle. Der Film an sich würde ohne den Horrorpart auch sehr gut als Komödie funktionieren.

Wie der ein oder andere vielleicht schon erahnt hat, handelt es sich um eine Low-Budet Produktion; die FX sind als dementsprechend spärlich und beschränken sich die meiste Zeit auf etwas Blut am Hals. Verbrennende Vampire wurden per CGI realisiert, was allerdings nicht überzeugen kann. Kein Wunder, denn der Grossteil der FX wurden auf den letzen Drücker realisiert. Ein echtes Highlight und Brüller ist das Vampirmädel das im Solarium verkohlt und per Puppe realisiert wurde.

Jetzt hat der Film Horror und Humor, aber eins fehlt noch. Genau, Nudity. Es gibt drei oder vier Nacktszenen (der Stippokerwal eingeschlossen) und die sind nicht mal Selbstzweckhaft. (behaupte ich jetzt einfach mal)

Wer vor Fäkalhumor und Low Budget nicht zurückschreckt, wird seinen Spaß bei „Bloodsucking Redneck Vampires“ haben.

7/10

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