Eine Vampirfürstin und ihr unterbelichteter Diener landen auf der Flucht vor einem Vampirjäger in einem gottverlassenen Provinzkaff, deren Bewohner sich hauptsächlich durch schlechte Tischmanieren und grenzenlose Dummheit auszeichnen. Aus dieser Ansammlung von Hirnis, inklusive eines französischen Innenarchitekten, der bei der Familie Poissier ein neues Badezimmer einrichten soll, soll nun eine schlagkräftige Untotenarmee rekrutiert werden. Ein Unternehmen, das zum Scheitern verurteilt ist.
Ebenso wie die Unterhaltung des geneigten Zuschauers: Bis auf die letzte halbe Stunde besteht der Film aus einer ziemlich platten Aneinandereihung von Fäkalwitzen und pubertärem Klamauk, den man in dieser Form vielleicht eher bei "Tomcats" und Konsorten erwarten würde. Klar ist Humor immer Geschmackssache, aber wer beispielsweise ein paar Idioten beim Spannen und obligatorischen Erwischtwerden zusehen möchte, der sieht sich doch lieber "Eis am Stiel" an. Auch war man sich hier nicht zu schade, diverse Fress-, Rülps- und Furzwitze einzubauen, die selbst nach ein paar Bier kaum zu ertragen sind.
Zudem zieht sich die Vorstellung der Charaktere (wenn man es denn so bezeichnen will) beinahe endlos in die Länge und wurde zusätzlich zum gewöhnungsbedürftigen Humor mit allerlei sinnentleerten und zudem langweiligen Dialogen zugepackt. Kurzum: In den ersten zwei Dritteln des Films passiert so gut wie nichts von Belang und kann getrost ignoriert werden. Erst in der letzten halben Stunde wird das ganze durch ein paar nette Einfälle aufgelockert - wenn etwa ein gerade mutierter Vampir versehentlich in gesegnetem Wasser badet oder ein anderer aus purer Dummheit einfach ins Tageslicht hinausrennt, dann ist das durchaus witzig und entschädigt für so manche Peinlichkeit am Anfang.
Man kann den Schauspielern im Grunde keinen Vorwurf machen. Sie mühen sich redlich, wurden aber vom Regisseur allesamt als stereotype und zudem hochgradig alberne Schießbudenfiguren dargestellt, denen man dementsprechend rein gar nichts abgewinnen kann. Ein paar gutaussehende weibliche Parts verleihen dem Cast zumindest zeitweise noch einen gewissen Schauwert, ansonsten ist er vom schwachen Drehbuch gnadenlos im Stich gelassen worden.
Auch die Gorehounds seien gewarnt: Blut fließt hier trotz des martialischen Titels so gut wie keins. Die Macher setzten bei der Inszenierung ganz und gar auf den Humor, der sich aber nicht so recht mit der Thematik des Films verträgt und zudem wie gesagt ziemlich platt und einfallslos daherkommt. Eine Spur makaberer und weniger auf Körpersekrete und Hinterwäldlerklischees fixiert wäre hier das Mittel der Wahl gewesen. Von einer strafferen, weniger langatmigen Inszenierung ganz zu schweigen.
"Bloodsucking Redneck Vampires" ist eine alberne und nur mäßig witzige Independent-Horrorkomödie. So macht sich bei denjenigen, die mit dem hier vorherrschenden postpubertären Humor nichts anfangen können, schnell Langeweile breit. Da können auch anderthalb gute Gags zwischendurch nichts mehr retten.