Review

Harry hat Beziehungsprobleme mit seiner asiatischen Frau, sowie mit
seiner Freundin. Da er in Geldnöten steckt, versucht er mit einigen
Betrügereien sich über Wasser zu halten. Da trifft er auf das perfekte
Opfer Joan, die von einem Stalker bedroht wird und in ihrer Lage jeden
Preis zahlen würde, nur um friedlicher Leben zu können. Noch dazu wurde
ihre Schwester gekidnappt. Harry bietet ihr zum Schutz seinen
angeblichen Schutz-Schäferhund „Dieter“ an, der ihm eigentlich nicht
wirklich gehört. Doch Harry verliebt sich in die attraktive Joan und
das bringt ihn nur in problematische Situationen.

Die Story ist nach Schema F. Und Schema F wird zu gern für C- und
D-Movies aus der Schublade gekramt. Und fast genau so bietet sich
dieser Film auch dem Zuschauer. Die Story tümpelt ohne Höhepunkte so
dahin, dass man die ganze Schose am liebsten trocken legen möchte. Jack
Nicholson tut dem Film auch nichts gutes. Hier ist er jeden Falls nicht
auf Höchstform und bestreitet seinen Job wohl nur aus Gefälligkeit.
Seine anfängliche Zuneigung zu Joan nimmt man ihm nur sehr schwer ab
und man ist stets im Glauben, er wolle sie nur aufs Kreuz legen. Nach
der Hälfte ist aber diese Hürde genommen und man ist sich seiner
Verliebtheit sicher. Und auch sie findet gefallen an ihm.
Trotzdem bekommt die Story keinen Schwung, da mit ein par beliebigen
Liebeleien der entscheidende Biss genommen wird. Und wie sollte es
anders kommen? Joan erfährt von seinen anfänglich üblen geldgierigen
Plänen, ist dementsprechend enttäuscht und will nichts mehr mit ihm
zutun haben. Aber auch diese Hürde wird für ein berechenbares Happy-End
genommen.

Als Liebeskomödie ist dieser Streifen wohl gedacht gewesen.
Komödiantisch ist dieser Film fehl geschlagen, da die Witzeleien
ziemlich platt daher kommen. Alleine nur der Hund, wenn er permanent
die Haushälterin besteigen will, oder sich statt zum Schutze woanders
herum treibt, regt zum Schmunzeln an. Die Rangeleien sind auch nicht
wirklich mitreißend, da alleine die musikalische Untermalung die Szenen
nur schwach unterstützen. Es gibt aber auch gutes zu vermelden. An
Liebe mangelt es dem Film nicht, nur wird sie so ziemlich belanglos dem
Zuschauer präsentiert. Entgegen Jack Nicholson, macht seine
Filmpartnerin ihren Job ganz ordentlich, um nicht zu sagen, für ein
unbekanntes Gesicht sehr glaubwürdig. Ihr Part hätte aber wesentlich
mehr Schärfe vertragen können.

Fazit: Man kann sich diesen Film anschauen und sich zu unterhalten
wissen. Der Film hat aber keinerlei Potenzial auf irgend einer Weise im
Gedächtnis hängen zu bleiben. Von Jack Nicholson kennt man andere
Filme, in denen er auch deutlich besser ausschaute. Seine Kollegin ist
dagegen voll integriert und holt aus ihrer Rolle das Möglichste raus.
Ein Film ohne große Szenen für zwischen durch, aber nicht der Rede
wert...

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