Dies ist ein Cut-&-Paste-Exploitationfilmchen: Da hätten wir ein unvollendetes Filmprojekt namens Judas City, in dem Yoko Ono ihre erste Rolle hatte. Genau die Yoko Ono, die später John Lennon von den „Beatles“ heiraten sollte. Sie spielt eine japanische Migrantin, die als Verlobte eines in kriminelle Machenschaften verstrickten Regierungsagenten nach New York kommt. Die dürftigen „Storydetails“ werden dem Zuschauer durch einen Voiceover nachgereicht und passen nicht zum Bildmaterial, in dem Yoko Ono scheinbar als Haushälterin tätig ist und (angedeuteten) sexuellen Missbrauch über sich ergehen lassen muss. In diesen Versuch eines Sozialdramas hat Regisseur Michael Findlay Szenen einer drogensüchtigen Gang geschnitten, die Frauen vergewaltigen. Das ist für den Entstehungszeitraum recht derb und daher für Sexploitationfans eventuell interessant. Die Abwesenheit einer Dramaturgie lässt das Geschehen allerdings belanglos erscheinen, während das Erzähltempo ermüdend ausfällt. Kurios, lahm, mies.