Review

Nach „Wenn Träume fliegen lernen“, „Monster´s Ball“ und „Alles schön beisammen“ ist dies das vierte Werk von Regisseur Marc Foster und sein, meiner Meinung nach, bis dato auch bestes.

„Stay“ ist kein Thriller im herkömmlichen Sinne. Er lebt in erster Linie von seinen hervorragenden visuellen Effekten sowie davon, dass für den interessierten Betrachter der Film mit dem Abspann noch lange kein Ende nimmt. Der Plot ist gut durchdacht und man gerät Stück für Stück und immer tiefer in eine Art Bewusstsein, welche es einem fast unmöglich macht zu unterscheiden was nun Wahrheit oder Fiktion ist. Vielleicht ist auch dies ein Grund, warum man sich mit Ewan McGregor in der Hauptrolle auch so gut identifizieren kann. Der Film wird wohl bei einigen die eine oder andere Frage offen lassen, jedoch ergibt alles irgendwo seinen Sinn. Er ist somit allemal als sehr kompakt zu bezeichnen und für jedermann zu verstehen, nicht wie z.B. „Mulholland Drive“, welcher dann doch bei dem einen oder anderen keinen Sinn ergeben könnte. „Stay“ ist auch ganz sicher kein Popcorn-Kinofilm, sondern dürfte auch etwas höheren Ansprüchen allemal genügen und Betrachtern, welche wenn möglich den Trailer noch nicht gesehen haben, ein kleines Wunderwerk bieten.

Eindeutig hervorzuheben ist die gesamte Inszenierung was Kameraführung und Szenenwechsel betrifft. All dass erinnert mich schon ein klein wenig an einen Film á la David Lynch. Die Kameraschwenks und Überblendungen sind einfach phantastisch und selbst bis ins kleinste Detail hervorragend gemacht. Unterstrichen wird das ganze obendrein noch durch einen hervorragende musikalische Untermalung. So verbreitet „Stay“ eine richtig unheimliche und zum Teil düstere, der jeweiligen Szene angepasste, Stimmung.

Die Schauspielerischen Leistungen sind dank Ewan McGregor ("Star Wars - Episode I - III"), Naomi Watts ("The Ring 1+2") und einem hervorragendem Ryan Gosling ("State of Mind") allemal als mindestens gut zu bezeichnen. Auch ein Bob Hoskins kann, wenn auch fast nur in einer Nebenrolle besetzt, natürlich glänzen.

„Stay“ ist ein nicht leicht zu beschreibender Thriller, welcher den Zuschauer allemal fesselt und ihn mit super Bildern in eine Welt entführt in der einem nicht sofort klar wird was Real und nicht Real ist. Einigermassen erfahrenen Genre-Fans dürfte das Ende bzw. die Handlung keine allzu großen Probleme bereiten. Wer sich allerdings auf einen gemütlichen Videoabend, ohne großartig nachdenken zu müssen, freut, wird mit „Stay“ wohl ein klein wenig enttäuscht sein. Für mich ist er allemal ein kleines Meisterwerk, alleine schon aufgrund der hervorragenden visuellen Umsetzung.

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