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Ein Film der die Auflösung seiner zunächst verwirrenden Story mit höchsten Erwartungen schürt und die Auflösung erst in der Schlußszene serviert geht ein immenses Risiko ein. Scheitert der Storybogen an Glaubhaftig- und Nachhaltigkeit dann wird er durch die Zuschauer abgelehnt - schafft er jedoch diesen Spagat kann er zum Klassiker (z.B. SIXTH SENSE) werden. STAY ist als Design-Mysterythriller irgendwo zwischen diesen Extremen und jeder muss für sich entscheiden wo genau auf dieser Skala.

Die Story (OHNE SPOILER!) ist der Schlüssel zum Film, so daß hier nichts, aber auch gar nichts verraten wird. In kurzen Zügen nur so viel: Henry Letham (Ryan Gosling) ist durch einen Unfall traumatisiert und in der Behandlung von Dr. Sam Foster (Ewan McGregor). Er kündigt an sich umzubringen und es geschehen unglaubliche Dinge die für Sam Foster und seine Freundin (Naomi Watts) nicht mehr nachvollziehbar sind und die Ereignisse eskalieren zum Ende hin.......STAY bietet hohe Spannung und Kurzweiligkeit um das Rätsel zu entschlüsseln, auch die Einlösung geht an sich in Ordnung und man ist positiv überrascht über so manche Details und einige schauen den Film deswegen auch ein zweites Mal und entdecken nun diverse Anspielungen erst richtig.

Andererseits ist die Verquickung verschiedener Dinge zunächst konsistent, aber auf den zweiten Blick teils schon abenteuerlich konstruiert und STAY könnte dadurch die Überzeugung bei diversen Sehern verlieren. Was er auch tut. Ryan Gosling spielt den verwirrten, intelligenten und sensiblen Henry Letham in seiner eigenen variantenreichen Art sehr überzeugend und hat damit den Grundstein für seine späteren unglaublich überzeugenden Performances als "schräger Sonderling" in u.a. DRIVE, ALL BEAUTY MUST DIE, BLUE VALENTINE und HALF NELSON gelegt.

7/10 Nervenpaketen....äh,....Punkten

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