Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 02.06.2007

Inhaltlich nicht besonders innovativer, handwerklich aber bisweilen innovativer Psychothriller. Die sehenswerte Inszenierung mit steril eingefangenen Wohnungen, unwirklichen Kulissen, geheimnisvoll agierenden Darstellern und schrägperspektivischen Kamerafahrten lässt über den vorhersehbaren Plot zumindest beim ersten Mal noch ganz gut hinwegsehen.

Brillant besetzt mit Ewan McGregor, Ryan Gosling, Naomi Watts und Bob Hoskins, entwickelt sich das übliche Spiel mit einem psychisch kranken Patienten, der seinen Psychiater in die Spirale des Wahnsinns mitnimmt, so dass der bald auch nicht mehr weiß, was real ist und was nicht. Schaut man genau hin, ist man dem Skript leider immer mindestens einen Schritt voraus. Marc Forsters Werk fehlen die verwirrenden Verästelungen, die den Zuschauer wie etwa in "Jacob's Ladder" auf die falsche Fährte treiben; für seine Ansprüche ist das Skript schlichtweg zu linear. Das Gefühl der Verworrenheit wird in erster Linie durch die ungewöhnliche Kameraführung hervorgerufen.

Allen Unkenrufen zum Trotz ein immer noch sehenswerter Streifen, der unerfahrenen Zuschauern vielleicht ja sogar noch eine Überraschung bieten kann.

*weitere Informationen: siehe Profil

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