Review

Der Patient Henry stellt den Psychiater Dr. Foster vor ein Rätsel. Nicht nur scheint er Ereignisse voraussagen zu können, auch kündigt er präzise seinen eigenen Tod an.
Mehr muss man inhaltlich nicht umreißen, denn der von Marc Forster inszenierte Film verweigert sich manch standardisierter Herangehensweise. Die Handlung verpuzzelt sich über die Laufzeit und auch wenn das Ende vielleicht eine erneute Sichtung anregt, erschloss sich zumindest mir „Stay“ nicht über die inhaltliche Ebene. Das ganz klare Bild bleibt aus, wenn man auch einige Querverweise innerhalb dieser Konstruktion erkennen kann.

Visuell ist er da schon einfacher zu genießen. Nicht nur schleichen sich immer wieder dezente, am Ende auch nicht übersehbare, Effekte ein, die Gruppierung von gleichen Designs ist auffällig, die Szenenübergänge sind sehenswert gestaltet. All dies trägt weiterhin zu dem mysteriösen Ton bei, der sich durch das Werk zieht, in dem man auch als Zuschauer wie der von Ewan McGregor gespielte Psychiater langsam die Orientierung verliert. Ihm zur Seite stehen Naomi Watts als Freundin und ein leidend aufspielender Ryan Gosling, der nicht völlig in der Rolle überzeugt.

„Stay“ ist ein nettes Mysterium, mit dem man herumhantieren kann, wenn man auf so etwas Lust hat. Vielleicht liegt's an mir, aber so ganz in sich stimmig ist er nicht geraten, erfreuen kann man sich aber an der Präsentation und manch gelungener Sequenz, die dem Ganzen eine angenehm unwohlige Atmosphäre verpasst.

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