... einen Kuß, den er einer Kellnerin gibt, die Syphilis. Aber anstatt nun zu einem Arzt zu gehen, geht er zu einem Kurpfuscher, einzig und allein aus Schamgefühl. Der nimmt ihn in Behandlung, und nach kurzer Zeit scheint er auch geheilt. Aber es scheint nur so. Der Bruder des Malers ist selbst Arzt und mit der Tochter eines reichen Kaufherrn verlobt. Der Jüngere macht ihm die Braut abspenstig und die Brüder entzweien sich. Die Folgen der Jugendverirrung stellen sich bald ein. Frau und Kind sind angesteckt und die Frau geht zu Grunde. Der Mann flieht und ist lange verschollen. Das kleine Töchterchen aber wird im Hause des Onkel Doktor, der Leiter einer Anstalt für syphiliskranke Kinder ist, aufgenommen, wird geheilt, und als Beweis dafür, daß die Krankheit zu heilen ist, gibt der Arzt ihr seinen Sohn zum Gatten. Der vollkommen an Leib und Seele gebrochene Vater stirbt in den Armen der Tochter.
(aus dem "Kinematograph", Nr. 527, 31.1.1917)