Review


Inhalt:

Hongkong während der 70er Jahre. Der Hype um Bruce Lee, dem König des KungFu, dem größten Kämpfer aller Zeiten, ist ungebrochen. In der Stadt sieht man seine Poster, seine Filme sind Klassiker.
Der kleine, dicke Ah Lung (Sammo Hung), er hütet die Schweine für einen Markthändler, und ist ein großer Fan von Bruce. Sein Vater schickt ihn zu seinem Onkel, der in der City ein kleines Lokal führt. Dort soll er seinem Onkel helfen.

Ein anderer junger Mann, Kao (Luk Chu-Sek), arbeitet dort bereits, und die beiden Männer freunden sich an.
Kao ist eigentlich ein begabter Kunstmaler. Für die Gangster um deren Boss Chiu (Roy Chiao-Hung) soll er Repliken herstellen, die dann teuer verkauft werden sollen. Die Gangster, allen voran Liu (Fung Hak-On), wollen Kao "überzeugen", und schlagen schon mal im Lokal alles kurz und klein. Doch Ah Lung weiß sich zu wehren.

Aber das Lokal ist erstmal zerstört, und Kao und Ah Lung müssen sich eine andere Arbeit suchen. Die bildschöne Chen (Lee Hye-Sook) hilft den beiden, sie ist Kellnerin in einem Edel-Restaurant, in dem die beiden anheuern können.
Der Gangster-Boss Chiu will mit "Professor Pai" (Peter Yang) ins Geschäft kommen, die Repliken sollen sogar nach U.S.A. verkauft werden.
An der Seite Pai´s sind gefährliche Kämpfer (David Nick, Lee Hoi-Sang, Leung Kar-Yan). Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, entführen sie die schöne Chen!

Doch Kao weiß, wo die Gangster ihr Versteck haben. In einer Lagerhalle kommt es zum Show-Down. Ah Lung tritt den 3 gefährlichen Kämpfern von Pai mutig entgegen..., es kommt zum alles entscheidenden Kampf.....!


Fazit:

Im Jahre 1978 drehte Regisseur, Choreograph und Hauptdarsteller Sammo Hung diese locker-harmlose Eastern-Komödie für die Studios von "H.K. Fong Ming Motion Picture" der Produzentin (!) Florence Yu.
Eine nette, einfache Geschichte um einen kleinen, dicklichen jungen Mann, der Bruce Lee nacheifert, der gewitzt-verschmitzt kleinen und großen Ganoven die Tour vermasselt, wird hier so locker wie auch mal holprig erzählt. Ein reiner Unterhaltungsfilm, zum leichten Konsum und Schmunzeln. Ein harmloser Film-Spaß.

Man darf nicht alles so ernst und genau nehmen, manches wirkt hinkonstruiert, manches kitschig und die Protagonisten wenig rational in ihren Handlungen. Unmittelbar nach seinem Endfight, ist der Held verbunden und verarztet, die entführte junge Dame schon ratzfatz im Krankenhaus..., das ging aber fix. Heijeh..., man darf da nicht mit Logik kommen. So wie oft in diesem kleinen Komödchen.

An sich ist die Idee aber nicht schlecht: Ein kleiner Dicker, ein so gewitzter wie trotz seiner Kompaktheit agiler Fighter, den alle unterschätzen, mischt eine Gangster-Bande auf. Mit etwas Slapstick und lockeren Sprüchen garniert, mit schönen jungen Damen, einem jugendlichen Sidekick und bitterbösen aber auch naiven Villains. Das, plus eine gängige Story, fertig ist eine kleine, feine Eastern-Comedy, dachte sich wohl MegaStar Sammo Hung. 
Na ja, ist es insgesamt auch geworden, und der Betrachter schmunzelt, und lässt sich locker berieseln. Okay, viel haften bleibt aber nicht, und zum Eastern-Komödien-Klassiker reicht es vorne und hinten nicht.
Leichter, schneller Konsum.., zu mehr reicht es nicht.

Sammo Hung ist die Hauptfigur, karikiert den großen Bruce Lee, er macht das agil und gekonnt. Auf seine Art, eben der kleine Dicke mit den Superschlägen, war das gelungen, und man sieht ihn halt gerne, den feisten und trotz allem quirligen Sammo.
Humorig, aber nicht zu lustig, die Comedy ging hier noch so, eher zum Schmunzeln, Lachsalven waren nicht zu erwarten.

Luk Chu-Sek ist der junge Heißsporn an der Seite Sammos, das macht er ganz solide. Viele junge, hübsche Damen, allen voran die bildschöne Lee Hye-Sook, und Ankie Lau darf ihren knackigen Hintern in enger grauer Hose zu Markte tragen. Okay, nicht schlecht.
Gaststars sind Roy Chiao-Hung im Kurzauftritt als Gangster-Boss, sowie Lee Hoi-Sang als angemalter Fighter, sowie Leung Kar-Yan, ebenfalls ein Kämpfer auf Seiten der Bösen, Lee Hoi-Sang und Leung Kar-Yan sind nur zum Kämpfen hier da..., und vor allem Leung Kar-Yan bietet sich mit Sammo ein klassisches KungFu-Duell im Finale. Das ist der fighttechnische Höhepunkt des Streifens.

Die KungFu-Fights sind rasant und flott choreographiert, Sammo macht die Gestik Bruce Lee´s nach, das ist ganz witzig und gekonnt.
Eine Sequenz war besonders, als Sammo einen Stuntman im Filmstudio abgibt, und den Darstellern da erst mal zeigt, wie man richtig kämpft und wie Bruce Lee wirklich agierte. Eine besondere Szene, die mit ein Highlight hier ist.
Die Slapstick hält sich in Grenzen, wenn, dann regt sie zum Schmunzeln an, aber sie überlagert nicht die Kämpfe, die locker auf den ganzen Film verteilt sind.

"Enter the fat dragon", eine kleine Persiflage auf "Enter the dragon", des großen Bruce Lee, teils mit Musik aus diesem Film, teils mit anderen Anspielungen..., aber insgesamt doch "nur" eine locker-harmlose Eastern-Komödie mit einfacher Storyline.

Eine leichte, seichte Unterhaltung. Nicht mehr, nicht weniger...

6/10.

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