Review


Inhalt:

Kang Luen (Man Kong Lung) ist seit seinem 7. Lebensjahr Vollwaise..., ein einfacher, armer Mann, der froh ist, als Riksha-Fahrer sein karges Auskommen zu haben.
Besonders glücklich ist er darüber, den angesehenen KungFu-Meister Tien Kin (Kong Nam), Leiter der nach ihm benannten Kampf-Schule, mit seiner Riksha fahren zu dürfen.

Tien Kin leitet seine Schule mit Bedacht, die Schüler sollen die Kampfkunst erlernen, nicht um sich prügeln zu können, sondern zur Verteidigung und körperlichen und geistigen Entwicklung. Tien Kin studierte zudem einige Jahre lang in Japan die Kampfformen des Karate und des Judo..., und so fließen Elemente dieser Techniken in den durch ihn zu erlernenden KungFu-Stil mit ein.
Seine Schwester Auyang (Nancy Yen Nan See) ist ebenfalls Schülerin an seiner Kampf-Schule...., und durch ihre Fürsprache wird auch Kang Luen der Schüler Tien Kin´s..., was sich Kang schon lange sehnlichst wünschte.

Der Vorsitzende (Liu Ping) der vereinigten Kampf-Schulen, will, dass sich Tien Kin dieser Vereinigung anschließt. 
Es steckt ein gewisser Zwang dahinter..., zudem sind die Philosophien der Schulen unterschiedlich..., und auch dass Tien Kin die chinesischen Techniken einst in Japan vorstellte, ist den Leitern der anderen Schulen nicht recht.

Tien Kin weigert sich, sich den anderen Schulen anzuschließen. Und der Vorsitzende der Vereinigung setzt insbesondere die Schule von Liu Kai Fang (Miao Tian) auf das Tien Kin-Gym an, hier Druck auszuüben.
Doch kann dies noch von anderer Seite verstärkt werden...:

Kang Luen ist in die Tochter, Pei Chin (Wa Luen) des Vorsitzenden verliebt, und diese in ihn. Doch das interessiert nicht..., die Verbindung ist nicht standesgemäß..., und so legt sich Kang zwangsläufig mit der Vereinigung an...!

Letztendlich fordert der Vorsitzende der Kampfschulen den widerspenstigen Tien Kin heraus: Dieser soll gegen drei Kämpfer zeitgleich antreten, das "Iron triangle"..., drei hochgefährliche Männer.
Dies sind "Iron fist" (Ng Tang-Kin) ein japanischer Fighter; Chia Yuen (Tsai Hung), ein Koreaner; und Tai Chuan (Shut Chung-Tin).
Trotz seines hervorragenden KungFu hat Tien Kin gegen diese 3 ausgebufften Kämpfer in einem parallelen Fight keine Chance und wird brutal getötet!

Die Schüler Tien´s wollen Rache nehmen..., sie, die Kang Luen die Schuld für den Tod ihres Meisters anhängen (aufgrund seiner Liebe zur Tochter des Vorsitzenden der Kampf-Schulen und seine Kämpfe gegen dessen Männer), scheitern jedoch.

Kang Luen trainiert unterdessen für den finalen Show-Down..., und er stellt das "Iron Triangle" und den Vater von Pei Chin zum letzten Kampf auf Leben und Tod........


Fazit:

Im Jahre 1972 schuf Regisseur Joseph Kuo für das Studio Mei Ah-Films in Hongkong diesen sehr harten und mitunter geradezu unglaublichen KungFu-Reißer.
In einfachen Kulissen und nüchterner Atmosphäre erzählt Joseph Kuo die Geschichte eines unterprivilegierten Mannes, seit frühester Kindheit Vollwaise, der Anschluss sucht, diesen in einer KungFu-Schule findet, sich unglücklich verliebt..., und seinen Meister letztendlich brutal rächt.

Man Kong Lung spielt diese Rolle überzeugend..., mitunter sind einige Szenen ziemlich melancholisch, und sollen die Einfachheit und Demut dieser Figur unterstreichen.
Zum Kampf..., zur Rache..., wird dieser arme Mann getrieben, er zeigt denn Willensstärke und Mut..., und er fightet und beißt sich bravourös durch diese Rolle. Eine wie ich finde sehr gute Leistung hier von Man Kong Lung.

Kong Nam ist hier der Sifu..., er nimmt die Haupt-Figur unter seine Fittiche..., er ist ein besonnener Meister, der seinen Schülern Zurückhaltung verordnet. Zudem mischt er die Stile KungFu, Karate und Judo gekonnt. Doch er will seiner Schule nicht nur die Unabhängigkeit sichern, sondern ihr auch zu Ruhm verhelfen..., und nimmt so die Herausforderung an. Eine tödliche Entscheidung!

Nancy Yen Nan See hat hier die weibliche Rolle neben der niedlichen Wa Luen (diese agiert als die Freundin Man Kong Lung´s). Und Nancy Yen Nan See ist für mich eine der hübschesten Actricen in der Eastern-Branche. Sie agiert soweit in ihrer kleineren Rolle hier überzeugend.

Die Villains sind vor allem kampftechnisch gefordert..., Liu Ping agiert als Oberhaupt einer Kampfschulen-Vereinigung, ist verbissen und stur.
Tsai Hung, Ng Tung-Kin und Shut Chung-Tin agieren hier als knallhartes und unbesiegbar wirkendes "Iron Triangle"..., als harmonierendes Trio, welches bereit ist, jeden Gegner brutal zu töten....

Das bringt mich zum Wichtigsten in diesem Streifen..., der KungFu-Action.
Es sind unglaublich harte, reell-schnörkellose Fights..., und die Hasserfülltheit der Protagonisten lässt diese Kämpfe vor allem in der 2. Hälfte des Streifens ungemein brutal wirken!

Das wird noch durch die Örtlichkeiten unterstrichen..., minutenlang wird da im Wasser eines Flusses gefightet..., und der Kampf von Man Kong Lung (der das "Iron Triangle" gekonnt auseinander treibt, um letztendlich in einzelnen Duellen eine Chance gegen dieser starken Kämpfer zu haben) gegen Tsai Hung..., minutenlang im hüfthohen (!) Morast vollführt..., voller Hass kämpfen die beiden, schlammüberströmt..., sowas habe ich -der hunderte Eastern bislang sah- so noch nie gesehen...
unglaublich! 
Und es wird in der 2. Hälfte viel gefightet..., die Kämpfe werden ab da zwar auch technisch etwas ausgefeilter..., doch behält Joseph Kuo letztendlich auch hier seinen reell-rustikalen und schnörkellosen Stil in den Fights bei..., mir gefiel dies. So wird KungFu richtig, realistisch gekämpft. Ein echter KungFu-Hit!

"Triangular duel" ist ein harter KungFu-Eastern..., ein Martial-Arts-Reißer..., mit kernigen und mitunter brutalen Fights, einer einfachen aber stringent umgesetzten Storyline..., schnörkelloser Atmosphäre (was durch die vielen Italo-Western-Melodien -u.a. aus "Der Tod ritt dienstags" und "Spiel mir das Lied vom Tod" allerdings auch etwas ausgeglichen wird) und überzeugenden Darstellungen.

Lohnt sich...., und ich vergebe gerne ausgezeichnete 8/10 Punkte.

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