Ex-Spezialagent Max Zander hat einst als "Der Clown" für Gerechtigkeit gesorgt, bis seine Freundin Claudia während eines Einsatzes von dem Fiesling Zorbek ermordet wurde. Die vier Jahre, die seitdem vergangen sind, hat Zander als Wachmann in jenem Kaufhaus totgeschlagen, in dem Zorbek auf seiner Flucht damals einige Pläne versteckt hatte. Da dieser nun einen großangelegten Goldraub plant, taucht er tatsächlich wie vermutet wieder auf, um die besagten Pläne in seinen Besitz zu bringen... und entführt dazu sogar Claudias Schwester, die Reporterin Leah. Max greift wieder zur "Clowns"-Maske, um Zorbek eindgültig das Handwerk zu legen... So spektakulär die Action in diesem gefloppten Kino-Nachklapp zu der gleichnamigen RTL-Serie auch ist, so hart peinlich ist da doch der gesamte Rest, bei dem am Ende zudem auch jede Menge Fragen unbeantwortet bleiben... de drängendste davon: Wie kann es bitteschön sein, dass so viele Filmschaffende so wenig Ahnung vom Filmemachen haben, ey?!? Dass im Vorfeld wieder mal niemand erkannt hat, dass auch bei anspruchsloser Unterhaltungs-Ware ein solides Skript immer das Fundament liefern muss (wobei das Drehbuch von "Der Clown" ja angeblich das teuerste gewesen sein soll, das ein deutscher Film jemals gehabt hat... oy vey!), sorgt nicht unbedingt für die ideale Ausgangslage, denn hier ist die präsentierte Geschichte selbst für Actiongülle und B-Movie-Bums-Verhältnisse noch besonders bescheuert und jede einzelne Text-Zeile, die die armen Darsteller da aufsagen müssen, ein echter Schlag ins Gesicht. Die zusammengestoppelte "Handlung", die da vom Niveau her tatsächlich noch unter dem Level einer TV-Doppelepisode rumkrebst, ist derweil eindeutig nur Mittel zum Zweck, um halbwegs eine Ausrede für die Nonstop-Abfolge von Action-Set-Pieces zu liefern. Okay, zugegeben, die Stunts und pyrotechnischen Einlagen sind in der Umsetzung durch Hermann Johas Action Concept-Klitsche massiv beeindruckend geraten (und einige Momente, wie etwa die Autobahn-Szene mit den herumfliegenden Polizei-Autos, sind einfach nur der schiere Wahnsinn!), aber in der Über-Inszenierung durch Sebastian Vigg voller Zeitlupen, Überblendungen und Split-Screens gerät das Ganze in Minutenschnelle doch nur zum unfreiwillig komischen Trash... nur ein gewisser Spaß an der Sache will sich dabei leider doch so überhaupt nicht einstellen, viel zu groß sind da die Fremdscham und der schiere Cringe angesichts des erbärmlichen finalen Resultats. Das handwerkliche Drumherum lässt zudem so einiges zu wünschen übrig und im Endeffekt hat das Ganze trotz des veranstalteten Budenzaubers und Explosionen von Michael Bay-Ausmaßen doch nur den Look und das Feeling eines popeligen Fernsehfilmchens. So liefert "Der Clown" lediglich den Beweis, dass man auch hierzulande die Produktions-Millionen sinnbefreit für einen Streifen verballern kann, nach dem niemand so wirklich gekräht hat und man für den nächstbesten Blödmanns-Blockbuster, der einem den Gehirnwasserpegel absenkt, nicht immer zwangsweise nach Hollywood schielen muss... absoluten Scheissdreck kriegen wir in Deutschland nämlich auch hin! Jawoll! Für Science-Fiction-Fans dürfte das alles jedoch noch einen Augenmerk wert sein, weil hier die beiden "LEXX"-Darstellerinnen Eva Habermann und Xenia Seeberg gemeinsam vor der Kamera stehen (und offenbar auch versuchen, sich gegenseitig beim Chargieren zu übertreffen)...
2/10