Review

Vorsicht, im folgendem Review sind Handlungsspoiler enthalten. Wer nicht von vorneherein über Storyelemente aufgeklärt werden möchte sollte dieses Review nicht lesen!
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Nach 5 Jahren schickt man die bösen Aliens wieder ins Rennen, obwohl der 3. eigentlich ein Schluss war...

Story:
Mittels Gentechnik werden auf einem Militärschiff Aliens, aber auch Ripley geklont. Das Militär will die Aliens als biologische Waffen erproben und züchten. Bei Ripley sind indes ein paar Gene mit denen der Aliens zusammengewürfelt worden. Sie ist nun ziemlich stark und fast unverwundbar. Hat aber Blut aus Salzsäure. Ein Söldnerschiff bringt frische "Nester" für die Facehugger an Board, schlafende Kolonisten und übernachten dort. Ein Fehler, da die Aliens es gar nicht gern haben, in Gefangenschaft zu leben. Also befreien sie sich und machen das Schiff unsicher, das auf Grund des Notfalls sich in Richtung Erde bewegt. Ripley schlägt sich nun mit den Söldnern durch das Schiff um zu deren Schiff zu kommen. Jede Menge Aliens warten und das ist nicht das einzige Problem. Ripley bekommt neuartige Gefühle und auch die Alienqueen hat ein paar menschliche Gegebenheiten mitbekommen. Irgendwie muss man dazu noch verhindern, das dass Schiff auf der Erde landet.
Nunja, leider wirkt die Story wie ein Anhängsel: Als Alienfan freue ich mich über den 4. Teil. Doch lässt diese Genstory zu wünschen übrig. Auch diese Genmischungen gefallen mir nicht. Dafür sind die Action und die harten Söldner top.

Musik:
Schnell und temporeich mit einem Schuss Verstörung erinnert sie ein wenig an Teil 1 und 3. Auf jeden Fall solide und atmosphärisch wie immer. Wobei sie keine Schwächen offenbart.

Atmosphäre:
Durch die wirre Gengeschichte verlieren die Aliens den Mythos. Doch das holt die Action wieder raus. Tolle Söldner mit einer neuen Ripley machen den Aliens die Hölle heiss. Besonders die Szene an der Leiter kann überzeugen. Negativ fällt wieder die neue Alienkreation auf. Diese Zwischending aus Mensch und Alien soll wohl den Film attraktiv machen und neue Aspekte der Aliensaga aufzeigen. Gefiel mir als Fan der Aliensaga aber überhaupt nicht. Schade drum. Dafür wird aber wieder durch Korridore gelaufen und man wird von Aliens verfolgt, die diesmal noch eine Spur klüger sind. Trotzdem fehlt dem Film etwas, nämlich die alienmässigen Kamerafahrten, die in diesem Fall mit mehr Brutalität übertüncht wurden. Der Regisseur war meiner Meinung nach ein Fehlgriff, da die Sets bei weitem nicht mehr so düster und atmosphärisch wie in den Vorgängern sind. Der Man hat auf diesem Gebiet nun mal keine Erfahrung.

Schauspieler:
Segourney Weaver wieder sichtlich in ihrem Element, obwohl sie ihrer Figur neue Seiten abgewinnt. Aliengene sind ja was ganz neues. Sichtlich gealtert mimt sie jedoch solide wie eh und je ihre Paraderolle Ellen Ripley. Ihr innerer Konflikt bringt erstmals neuen Wind in ihre Figur. Genauso wie den trockenen lakonischen Humor, den sie vorher nie gezeigt hat.
Winona Ryder spielt in des ihre Androidenrolle solide, ohne aus der Gruppe herauszuragen, die man weitgehend aus Nebenrollen anderer Filme kennt. Einerseits hätte ich da von ihr mehr erwartet. Auf der anderen Seite ist sie "nur" ein Android und sichtlich nicht in "ihrem" Genre. Man kann mit ihrer Rolle zufrieden sein.

Fazit:
Nur Aufgrund des Alienbonus und Weaver gut. Die Story hinkt zu sehr. Der 4. Teil wirkt daher auf mich wie ein Anhängsel, der aber denoch gut unterhalten kann.

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