Inhalt:
China, im Sommer 1945, noch deutet nichts auf die baldige Niederlage Japans im 2. Weltkrieg hin. Das Kaiserreich hält weite Teile der Küstenregionen Chinas besetzt, und die Japaner herrschen mit eiserner Faust. So auch ein so verhaltensgestört-hysterischer Offizier (Shang-Kuan Liang) und seine Einheit in einem der besetzten Gebiete.
Ein Händler (Sun Yueh) versucht sein Geschäft so gut es geht, durch diese Besatzungszeit zu bringen, seine streitsüchtige Frau (Chin Ping) macht ihm das Leben indes nicht leichter.
Junge Patrioten, wie die schöne Yu Mei (Polly Shang-Kuan), tapfere Männer wie Chin Pao-Liang (Tien Peng) und Shao Lung (Bruce Li) mit seiner Freundin (Chen Pei-Ling) bieten den Besatzern die Stirn. Es kommt zu einigen Kämpfen.
Da vermeldet der Rundfunk die Niederlage Japans, der Krieg ist zu Ende.
Kritik:
Tja, das war leider viel zu wenig. Ein Eastern mit dieser Besetzung: Polly Shang-Kuan und Tien Peng, die zuvor im Super-Hit "18 bronzemen" ("Die 18 Kämpfer aus Bronze", siehe mein Review auf dieser Webseite) reüssierten, sowie Bruceploitation SuperStar Bruce Li, das hätte doch ein echter Kracher werden können, ja müssen.
Doch verlieren sich Polly und Tien Peng fast in diesem Film, und Bruce Li hat zwar einen klasse Fight zu absolvieren, aber das war´s fast auch schon. Die 3 werden hier klar und weit unter Wert verkauft, haben wenig Screen-Time, und das ist schon arg enttäuschend.
Die meiste Zeit wird hier mit Anekdoten und Episoden vergeudet, die einen hysterisch und im Verhalten gestörten Officer der japanischen Besatzer und dessen dümmliche Untergebene zeigen, wirr aneinandergereiht. Dazu ein Geschäftsmann der in dieser schlimmen Zeit, dem größten Krieg den die Menschheit meinte führen zu müssen, durchkommen will, dessen keifige Gattin ihm das Leben aber fast noch schwerer macht. Eher sowas wie eingestreut werden die 3 jungen Widerständler, die sich das eine oder andere Scharmützel mit den Besatzern liefern.
Das hätte man klarer in Szene setzen, eine echte Story kreieren müssen, statt anekdotische Episoden mit schreiendem Officer und hammeliger japanischer Soldateska. Erst zum Ende hin bündeln die 3 Helden etwas ihre Kräfte, doch ist der Schluss dann auch noch ziemlich abrupt: Im Radio wird vermeldet, der Krieg ist vorbei. Das war´s -auch mit dem Film, tja, hm-. Die Atmosphäre ist zudem mit eher bleiernen Bildern wenig überzeugend.
Sorry, das war zu wenig. Zumal bei DEM Star-Cast bei dem jeder Eastern-Fan mit der Zunge schnalzt und -zu Recht- hohe Erwartungen hegt(e).
Polly Shang-Kuan wird zu rar eingesetzt, sie, die 1978 auf dem Zenit nicht nur ihrer Attraktivität war, sondern auch in Bezug auf ihre KungFu-Skills. Sie hat einen Fight gegen 2 Japaner, und deutet ihre High-Kicks an, das war´s. Tien Peng verliert sich fast, seine Figur taucht ab, erst zum Ende hin wieder auf, und kämpft etwas, aber zu wenig.
Bruce Li ist sowas wie der Hauptheld, da er mehr zeigen darf: Sein Kampf auf einer Waldlichtung, die beste Szene, der knackigste KungFu-Fight dieses Films, rasant-dynamische und harte KungFu-Fightaction. Das war aber ebenfalls zu wenig, ein echter Endfight fehlt zudem.
Chen Pei-Ling in einer kleinen Rolle, als Freundin von Bruce Li´s Figur. Sie ist äußerst attraktiv und spielt tapfer. Einen Gast-Auftritt hat noch Villain-Ikone Yee Yuen (aka Yi Yuan), der in einer Art Rückblende als Samurai agiert, eine dieser anekdotischen Episoden, als Haupt-Villain Shang-Kuan Liang den Kampfgeist der Samurai in seinen Soldaten beschwören will.
Tja, Shang-Kuan Liang, der spielt einen verhaltensgestört-hysterischen, schreienden und lächerlichen Officer. Optisch eine Art Sammo Hung mit kahlgeschorenem Kopf und Hitler-Bart, hat er die meiste Screen-Time, was den Streifen indes natürlich eher runterzieht.
Die KungFu-Fightaction nimmt zu wenig Raum ein, zumal -ich wiederhole mich- bei DEM Cast der zur Verfügung stand. Polly Shang-Kuan und Tien Peng lassen ihr Können nur aufblitzen, Bruce Li hat -wie erwähnt- die beste Fight-Sequenz für sich, ein rasant-dynamischer und harter Kampf, auf einer Wald-Lichtung, einige Minuten kernige KungFu-Fightaction mit brachialer Geräuschkulisse.
Das ist bei DER Besetzung, bei diesen Namen, schlicht und einfach ... zu wenig.
4/10.