Review

Paris Hilton nervt. Erst macht sie Schlagzeilen ihrem privaten Coitusfilmchen, dann taucht sie bei Johannes B. Kerner auf und behelligt die Öffentlichkeit mit Nichtigkeiten aus ihrem VIP-Dasein und nun ist sie auch noch im Kino zu sehen… Komischerweise nervt der Film wiederum ganz und gar nicht.

„Einmal Wachspolitur, bitte!“
„House of Wax“ ist ein Horrorfilm, der sich nahtlos in die Reihe bekannter Slasher wie „Scream“ oder „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“ einreiht, ohne zwar deren Klasse zu erreichen, aber nicht allzu weit hinter ihnen zu platzieren ist. Die Story des Streifens lautet wie folgt: Sechs Kleinstädter, unter ihnen Paige (Paris Hilton) mit ihrem Freund Blake, Carly (Elisha Cuthbert) mit Lover Wade sowie Carly`s krimineller Bruder Nick wollen zu einem Footballspiel fahren. Als die Nacht hereinbricht, halten sie in einer Hinterwäldlerregion zum Übernachten. Ein fataler Fehler, wie sich später zeigen sollte, denn am nächsten Morgen ist der Keilriemen des Autos zerstört und ein Teil der Gruppe macht sich auf den Weg, Ersatz in dem nicht weit entfernten Kaff Ambrose zu besorgen. Dort angekommen, stoßen Carly und der Rest auf eine seltsame Entdeckung. In der Stadt gibt es keine Menschen, nur Wachsfiguren. Noch schlimmer ist nur, dass diese ein schreckliches Geheimnis bergen. Kurze Zeit später ist ihnen ein perverser, geistesgestörter Killer auf den Fersen und dezimiert den Bestand immer weiter und das „House of Wax“ bekommt neue Bewohner…

Blutige Wachsspielchen
Was sich brutal anhört, ist es auch. „House of Wax“ hat zu Recht „Keine Jugendfreigabe“ bekommen. Die Morde sind sehr blutig und keineswegs unrealistisch. Bei einigen Szenen zuckt man wirklich zusammen. Hut ab vor den Zensoren, dass sie den Film in dieser Fassung so ins Kino gelassen haben, Schnitte sind nämlich nicht erkennbar. Dabei ist die Gewalt in „House of Wax“ eher zweitrangig und nicht der einzige Grund, sich diesen Schocker anzusehen. Die Geschichte wirkt zu keinem Zeitpunkt langweilig und bleibt bis zum Schluss spannend. Die obligatorische Sexszene bleibt dem Zuschauer leider verwehrt, bei der Besetzung für einige sicher ein Grund, dem Film nicht die volle Punktzahl zu geben. Zudem ist nicht alles wirklich rund, was einige physikalische Möglichkeiten betrifft. Nichtsdestotrotz kann man über diese geringfügigen Mängel getrost hinwegsehen, denn die Schauspieler spielen allesamt glaubwürdig und keineswegs amateurhaft. Dass man bei dem Produzentengespann Joel Silver (Matrix) und Robert Zemeckis (Forrest Gump) kein billiges B-Movie zu erwarten hat, dürfte ohnehin klar sein.

One stab in Paris
„House of Wax“ kann sowohl Hiltonfans wie –hassern ans Herz gelegt werden, beide werden zu Genüge bedient. Slasherfetischisten kommen sowieso auf ihre Kosten und wer „24“-Beauty Elisha Cuthbert im knappen Feinripp über die Leinwand rennen sehen will, genauso wie alle anderen. Einer der gelungeneren Beiträge zum Schlitzergenre.

Gute 7 von 10 Eintrittskarten für Madame Tussaud`s

Details
Ähnliche Filme