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Nachdem Dark Castle Entertainment ja schon mit "Haunted Hill" und "Ghost Ship" zeigte, das es gute Horror-Remakes produzieren kann, kommt nun mit "House of Wax" eine weitere Neuauflage eines Klassikers in modernem Gewand auf die Kinoleinwand.

Auf dem Weg zu einem Footballspiel hat eine Gruppe junger Menschen dummerweise eine Autopanne. Da sie aber gerade in den Hinterwäldern langgefahren sind, ist natürlich kaum professionelle Pannenhilfe zu erwarten. Carly (Elisha Cuthbert) und Nick Jones (Chad Michael Murray) suchen und finden auch Jemanden, der sie in die nahegelegene Kleinstadt schickt. Doch dort scheint es keine Menschenssele zu geben, bis sie in einer Kirche auf einen jungen Mann treffen, der ihnen Hilfe anbietet. Doch mit der Zeit wächst in ihnen die Unmut, das in der Stadt irgendwas absolut faul ist. Bis sie merken, das die einstigen Bewohner mittlerweile zu Wachsfiguren zweckentfremdet wurden, doch da scheint es schon zu spät für sie, denn das teuflische Brüderpaar, das hinter dieser kranken Sache steckt, hat sie schon zur Ausstellung eingeplant...

Genretypisch ist die Story natürlich nicht sonderlich tiefgründig, auch wenn hier versucht wird die Charaktere einzufhren. Doch leider ist dies viel zu langwierig ausgefallen und zieht den Film unnötig in die Länge. Ausgefeile Charaktere sind zwar schön und gut, aber so etwas passt nicht in einen sonst oberflächigen, das Hauptaugenmerk auf Horror und Schocks getrimmten Film, was "House of Wax" ja eigentlich ist. .

Wenn man die Einführung dann überstanden hat, dann wird der Film aber richtig gut. Vor allem die Location ist richtig stimmig und verbreitet hervorragende Horroratmosphäre. Das Wachshaus hat man sehr ansehnlich hingekommen und es wurde zudem aus wirklich echtem Wachs konstruiert. Aber auch die restlichen Effekte, die man präsentiert bekommt, sind sehr schön in Szene gesetzt und teils auch recht heftig. Vor allem der Mord an Paris Hilton´ Figur ist richtig gut gemacht worden.

Die Leistungen der Schauspieler gehen auch in Ordnung, für einen typischen Horrorfilm sind sie okay. Gut, bei Paris Hilton entschädigt dann die Todesszene für ihr vorrangehendes erbärmliches Gespiele. Dafür aber ist dann die musikalische Untermalung wieder richtig gut geworden. Sie unterstützt hervorragend die visuelle Konzeption des Filmes und trägt somit sehr zur schaurigen Atmoshäre bei.

Nachdem etwas trägen und zu langgezogenen Beginn entwickelt sich "House of Wax" zu einem sehr stimmigen, spannenden und recht visuell harten Horrorfilm, den man irgendwo zwischen "Wrong Turn" und "Texas Chainsaw Massacre" einordnen und durchaus empfehlen kann. Die Verbindung typischer Backwood-Elemente, Teenieslasher und klassischer Horror hat man hier gut hinbekommen.
7 von 10 Punkten.

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